Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2006 Bio-Öl von WM-Fußballfeldern

Fortbildung zum Energiewirt

Köln, 11. Juni 2006. Ob ein kompletter Seitenwechsel von Erdöl und Erdgas zu Bioölen und Biogas oder deren Beimischung zu fossilen Energieträgern - schon heute könne ein Teil des Energiebedarfes für Heizung und Warmwasserbereitung durch heimische nachwachsende Rohstoffe gedeckt werden, bis 2015 sollen es knapp 10 % des Wärmeenergiebedarfs werden.

blühendes Rapsfeld
blühendes Rapsfeld

Darauf verweist der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH). Würde auf der Fläche der zwölf WM-Spielflächen - knapp 9 Hektar - Raps angebaut, könnten daraus über 10.000 Liter Rapsöl gepresst werden. Diese Menge reiche aus, um sechs moderne Einfamilienhäuser mit 150 Quadratmetern Wohnfläche ein Jahr lang zu beheizen und mit warmem Wasser zu versorgen. Hinzu kommt, dass diese Öle das Klima schonen, weil bei ihrer Verbrennung nur soviel CO2 erzeugt wird, wie die Pflanzen zuvor aufgenommen haben.

"Durch den Einsatz effizienter Heizsysteme und Erneuerbarer Energien sparen Verbraucher Heizkosten, die Energierohstoffimporte Deutschlands werden verringert und Arbeitsplätze im Inland geschaffen", erklärte BDH-Präsident Dr. Heinrich-H. Schulte. Laut Grünbuch der EU könnte im Gebäudebestand rund die Hälfte der Energie für Heizung und Warmwasserbereitung eingespart werden. Wirtschaftlich rentabel sei bei den heutigen Öl- und Gas-Preisen vor allem eine Heizungssanierung, denn wer eine alte Anlage auf den aktuellen Stand der Technik bringe, könne bis zu 40 % Energie einsparen - beispielsweise durch hocheffiziente Ölbrennwert- oder Gasbrennwertkessel in Kombination mit Solarthermie. Die deutsche Heizungsindustrie werde künftig stärker dazu beitragen, die Energieeffizienz in Gebäuden zu erhöhen und den Einsatz erneuerbarer Energien auszubauen. Im Jahr 2005 nutzten lediglich 8 % der neuen Heizungsanlagen in Deutschland erneuerbare Energien. Die im BDH organisierten Unternehmen wollen diesen Anteil bis 2015 auf 80 % erhöhen..


 

 

Heizen mit Weizen

Kiel, 4. Mai 2006. Die Landesregierung von Schleswig-Holstein wird sich im Bundesrat für die thermische Verwertung von Getreide einsetzen und die Anerkennung als Regelbrennstoff nach der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung durchsetzen. Das haben die Abgeordneten im Kieler Landtag beschlossen.

 

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