Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2006 Nordzucker baut Bioethanolanlage

Nordzucker steigt in die Produktion von Ethanol aus Zuckerrüben ein

Braunschweig, 11.07.2006: Jeder dritte Rübenanbauer in Norddeutschland wird ab 2007 Ethanolrüben anbauen

Zukunkftschancen für die einheimische Zuckerrübe
Zukunkftschancen für die einheimische Zuckerrübe

Nachdem Ende Juni bereits rund 2.900 Rübenanbauer in ganz Norddeutschland die Lieferung von über 600.000 Tonnen Ethanolrüben vertraglich zugesichert hatten, gab das Unternehmen jetzt grünes Licht für den Bau der Bioethanolanlage auf dem Gelände der Zuckerfabrik Klein Wanzleben. „Die für die erste Ethanolkampagne ab Oktober 2007 vorgesehene Teilauslastung ist vollauf gewährleistet“, freut sich der Leiter des Nordzucker-Rübenmanagements, Christian Kionka. Das Interesse bei den Rübenanbauern sei sehr groß, sich mit dem Anbau von Ethanolrüben auch perspektivisch die Teilnahme am Markt für den Biokraftstoff Ethanol zu sichern. „Wir sind überzeugt, dass kurzfristig weitere Landwirte die Chance nutzen, in den nächsten vier Jahren und darüber hinaus Ethanolrüben anzubauen“.

Anbauer, für die die ursprünglich enge Zeichnungsfrist zu knapp bemessen war, haben noch die Möglichkeit, Vorverträge für Ethanolrüben in den zuständigen Rübenbüros abzugeben.

Der Fuel 21 GmbH & Co.KG liegt außerdem die mündliche Zusage des Landes Sachsen-Anhalt über eine Investitionszulage vor. Dr. Christian Boelcke, verantwortlicher Projektleiter für den Bau der Bioethanolanlage von Fuel 21, signalisiert: „Ich gehe davon aus, dass wir in Kürze den definitiven Bescheid erhalten.“ Die nötige Freigabe für den Baubeginn sei bereits erteilt.

Die Bioethanolanlage soll ab Oktober 2007 jährlich 130.000 Kubikmeter Bioethanol aus Rohsaft und Dicksaft auf Basis von Zuckerrüben erzeugen. Fuel 21 beurteilt die Rahmenbedingungen durch die Beimischungsverpflichtung von zwei Prozent zum Ottokraftstoff sowie die Steuererleichterungen durch die Bundesregierung positiv. Zudem seien mit Blick auf die anhaltend hohen Rohölpreise die Vorraussetzungen für die Wirtschaftlichkeit der Anlage gegeben. Insgesamt sind Investitionen in Höhe von gut 70 Millionen Euro geplant. Dazu gehört nicht nur die Bioethanolanlage in Klein Wanzleben, sondern auch die Errichtung von Dicksafttanks in den Werken Clauen und Nordstemmen sowie Anpassungsinvestitionen in allen übrigen Nordzucker-Werken. Die Anlage in Klein Wanzleben soll ganzjährig betrieben und während der traditionellen Rübenkampagne (September bis Dezember) mit Rohsaft gespeist werden. In den übrigen Monaten des Jahres bildet so genannter Dicksaft, der während der Kampagne eingelagert wurde, die Rohstoffbasis.

Weitere Infos auf: www.nordzucker.de

 

 

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