Bundesagentur für Arbeit räumt Ausfälle ein
Berlin, 7. August 2006. Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, hat Probleme mit der in diesem Jahr geltenden Regelung für Saisonarbeitskräfte eingeräumt.
Darauf weist der Deutsche Bauernverband (DBV) hin. Nach der neuen Regelung sollten 10 % der rund 285.000 Erntehelfer in der Landwirtschaft durch deutsche Arbeitslose ersetzt werden. Weise hatte erklärt, dass es neben zahlreichen guten Beispielen auch Fälle gegeben hat, in denen Arbeitslose den Bauern geschadet hätten.
Aufgrund dieser negativen Erfahrungen, die der DBV mit dem Gesamtverband der deutschen land- und forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände in einer Umfrage zur Spargel- und Erdbeerernte dokumentiert und der Monitoringgruppe im Bundesarbeitsministerium vorgelegt hat, hatte DBV-Präsident Gerd Sonnleitner das Scheitern der Regelung attestiert. Er fordert für 2007 die Freizügigkeit osteuropäischer Erntehelfer. Der Bauernverband kritisiert, dass die Bundesagentur jedoch immer noch nicht einsehe, dass für saisonale Erntearbeiten qualifizierte und hoch motivierte Mitarbeiter gebraucht würden. Anders sei die Aussage aus der Bundesagentur nicht zu verstehen, wonach derjenige, der von vornherein die Erntearbeit ablehnt, obwohl er jung und gesund ist, zum Ein-Euro-Job einbestellt werden sollte. Dies wäre fair gegenüber den Arbeitslosen, die sich bemühen, auf dem Feld zu arbeiten.