Weltmarktpreise für Nahrungs- und Genussmittel nahezu unverändert
Darauf weist der Deutsche Bauernverband (DBV) hin. Der Gesamtindex für Rohstoffpreise, ermittelt vom Hamburgischen-Welt-Wirtschaft-Archiv (HWWA), lag auf Euro-Basis im Juli 2006 knapp 22 % über dem Wert des Vorjahres. Neben den deutlich höheren Energiepreisen sind die Preise für industrielle Rohstoffe deutlich angestiegen. So stiegen die Preise für Nichteisen-Metalle wie Kupfer und Nickel um etwa 60 %. Vorausgegangen war schon 2005 ein Preisauftrieb bei Eisenerz um über 70 %.
Der DBV weist darauf hin, dass die Marktexperten nun unterschiedliche Ansichten vertreten, ob nach Energie und metallischen Rohstoffen nun eine Preisrallye bei Nahrungsmittel und anderen agrarischen Rohstoffen wie zum Beispiel Zellstoff und Kautschuk bevorsteht. Die Weltmarktpreise für Nahrungs- und Genussmittel sind mit Juli 2006 nur 0,2 % höher als ein Jahr zuvor, wobei aber vor allem Kaffee Preissteigerungen zu verzeichnen hat. Die weiter niedrigen Preise für Nahrungsmittel wirken stabilisierend auf die Kaufkraft der Verbraucher so der Bauernverband weiter. So ist der Verbraucherpreisindex im ersten Halbjahr 2006 insgesamt um 2 % angestiegen, während der Verbraucherpreisindex für Nahrungsmittel nur um 1,2 % gestiegen ist.