Rapsernte jetzt über fünf Millionen Tonnen
Darauf verweist die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP). Mit 5,3 Mio. t hätten die deutschen Rapserzeuger ihr bisher bestes Ergebnis erzielt. Zurückzuführen sei der nochmalige Zuwachs um 5 % auf die ausgedehnte Anbaufläche in Verbindung mit den guten Aussaatbedingungen vor einem Jahr.
Mit der Ausdehnung des Rapsanbaus reagierten die deutschen Erzeuger auf den zunehmenden Bedarf der Biodieselindustrie und die stetige Nachfrage nach Rapsspeiseölen, so UFOP. Die deutsche Rapsernte werde zu über 2 Mio. t Öl verarbeitet, das zu einem Anteil von etwa drei Vierteln für Biodiesel und Rapsölkraftstoff benötigt wird. Gut 3 Mio. t Rapsschrot und Presskuchen finden als hochwertige Futtermittel in der Rinderhaltung und aufgrund neuer Forschungsergebnisse zunehmend auch in der Schweinemast Verwendung.
Laut UFOP erzielten die Landwirte in den südlichen Bundesländern einen Ertragszuwachs, während im Norden und Osten die Erträge rückläufig waren. Die Landwirte in Sachsen (-10,9 %) und in Brandenburg (-7,9 %) mussten bedingt durch Trockenheit und Käferbefall größere Ertragsrückgänge verkraften. Auch in der Europäischen Union haben die Landwirte nach UFOP-Information den Anbau von Ölsaaten, besonders Raps und Sonnenblumen, um 5,2 % auf 7,4 Mio. Hektar ausgedehnt. Erwartet werden aufgrund der Hitzewelle ein leichter Ertragsrückgang und eine Ölsaatenproduktion von 20,3 Mio. t, was etwa der Vorjahresernte entspricht. Die europäische Rapsernte wird dabei auf 15,3 Mio. t geschätzt und gegenüber dem Vorjahr mit 15,5 Mio. t etwas geringer. Die um 3,2 % auf 4,9 Mio. Hektar gestiegene Anbaufläche konnte die trockenheitsbedingten Ertragsrückgänge nicht in jedem Mitgliedsland ausgleichen, so UFOP.