Doppelstrategie bei Biokraftstoffen
Was die erste Biokraftstoffgeneration angehe, sei klar, dass Deutschland zwar beim Rapsanbau zur Biodieselherstellung irgendwann an Grenzen stoße, sich andererseits beim Bioethanol noch erhebliche Möglichkeiten zur Kapazitätsausweitung böten. Bei den Biokraftstoffen der zweiten Generation gehe es nun um eine klare Perspektive, um Anreize für neue Entwicklungen und Investitionen zu schaffen. Zu diesem Zweck würden nicht nur Demonstrationsprojekte weiter gefördert werden, sondern Biokraftstoffe der zweiten Generation sollen darüber hinaus nicht nur in Reinform, sondern auch in der Beimischung bis 2015 steuerlich begünstigt werden.
Die langfristigen, volkswirtschaftlichen Perspektiven seien viel versprechend; seriöse Schätzungen gingen davon aus, dass allein durch BTL-Kraftstoffe im Jahr 2030 über ein Drittel des deutschen Kraftstoffbedarfs gedeckt werden könne. „Wenn die Europäische Kommission wie angekündigt 2007 die Biokraftstoff-Richtlinie überarbeiten will, tritt die Bundesregierung dafür ein, ab 2015 in allen Mitgliedsstaaten einen Biokraftstoffanteil von mindestens 8 Prozent vorzuschreiben. Zudem hat sie die Kommission gebeten, die Marke von 12,5 Prozent für 2020 zu prüfen.“, so der Staatssekretär.