Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2006 Elektronikbauteile aus nachwachsenden Rohstoffen

Elektronikbauteile aus nachwachsenden Rohstoffen

Gülzow, 7. November 2006. Mit Unterstützung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) wurde ein neuer Naturharz entwickelt, der zu 100 % aus nachwachsenden Rohstoffen besteht und thermoplastisch verformbar ist, und den Forscher erfolgreich für die Platinen- oder Leiterplattenproduktion nutzten können.

Computer-Chips: Werden sie bald umweltverträglicher? Quelle: Photocase.de
Computer-Chips: Werden sie bald umweltverträglicher? Quelle: Photocase.de

Nachdem die Projektbeteiligten, u. a. das Fraunhofer Institut, die prinzipielle Machbarkeit ligninbasierter Leiterplatten damit nachweisen konnten, soll das Herstellungsverfahren nun soweit optimiert werden, dass es in die Serienproduktion gehen könne, so die FNR.

Gewöhnliche Platinen, die sich in zahllosen elektronischen Geräten befinden, würden aus Papier- oder Glasfaserverstärkten Phenol- oder Epoxydharzen und damit überwiegend aus fossilen Rohstoffen hergestellt. Die neu entwickelte Platine hingegen bestehe zum Großteil aus pflanzlichen Materialien, laut FNR aus einer Matrix aus Strohlignin mit Hanf-Kurzfaser und Baumwollgewebe zur Verstärkung. Als Haftvermittler diene Naturharz, als Flammhemmer expandierbarer Graphit. Damit komme das Produkt auch ohne die sonst üblichen halogenierten Flammschutzmittel aus. Als Rohstoff für diese Ligninmatrix und ähnliche Werkstoffen könnten Stroh, aber auch Abfälle aus der Zellulosegewinnung dienen. Damit sei dieses Material auch preislich interessant, erklärte die Fachagentur. Gleichzeitig sei der Einsatzbereich groß. Nach Präzisionsteilen, Spielwaren, Musikinstrumenten und vielem mehr, ließen sich nun auch elektronische Leiterplatten daraus herstellen.

 

 

Rennwagen aus biologischen Verbundstoffen

Gülzow, 29. Mai 2006. Der Musiker und Rennfahrer Smudo geht in dieser Saison für nachwachsende Rohstoffe an den Start. Dazu stellte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Dr. Peter Paziorek, den neuen Rennwagen der Öffentlichkeit vor.
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