Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2006 Heizen mit Holzpellets weiterhin wirtschaftlich

Heizen mit Holzpellets weiterhin wirtschaftlich

Mannheim, 13. November 2006. Immer mehr Haushalte in Deutschland heizen mit Holzpellets. Der Deutsche Energie-Pellet-Verband (DEPV) rechnet bis Ende des Jahres mit rund 70.000 Pelletsheizungen in Deutschland. Holzpellets seien im Gebrauch sowohl wirtschaftlich als auch umweltfreundlich, denn Holz verbrenne CO2-neutral. Zudem lösten sich Besitzer von Pelletsheizungen durch die Nutzung eines heimischen Brennstoffs aus der Abhängigkeit von Erdöl und Erdgas exportierenden Ländern.

Agrarfläche
Agrarfläche

In den vergangenen Monaten sind die Energiepreise allgemein gestiegen. Auch bei Holzpellets ist ein Preisanstieg zu verzeichnen. Besitzer von Pelletsheizungen reagieren darauf zunehmend verunsichert. Als Gründe für die extrem niedrigen Pelletspreise im Jahr 2005 nennt der DEPV das Überangebot an Waldholz, Spänen und Pellets. Dies spiegele aber nicht die realen Produktionskosten bzw. den langjährigen Marktpreis wider. So sank der Pelletspreis seit 2000 von rund 190 Euro pro Tonne auf zwischenzeitlich unter 150 Euro. Der enorme Preisanstieg von Öl und Gas im Sommer 2005 förderte den Absatz von Pelletsheizungen - und damit verbunden auch die Nachfrage nach Holzpellets. Gleichzeitig ging das billige Sturmholz des Orkans "Lothar" zur Neige.

Durch die Erhöhung der Rohstoffpreise und die stark gestiegenen Nebenkosten sei der Pelletspreis im letzten halben Jahr auf einen Höchstwert von 250 Euro pro Tonne gestiegen. Dies entspreche einer Steigerung von circa 25 % innerhalb der letzten 10 Jahre. Der Preis für Heizöl verdoppelte sich im Zeitraum vom Jahr 2002 bis zum Jahr 2006. Eine noch drastischere Entwicklung vollzog der Gaspreis. "Der Gipfel der Pelletspreisentwicklung sollte aber nun überschritten sein", sagt Beate Schmidt, Vorsitzende des DEPV. "Die derzeitige Preisentwicklung wird sich zum Ende des Winters wieder beruhigt haben. Dann werden zusätzliche große Mengen Pellets aus neuen Werken auf den Markt kommen, was die Situation entspannen dürfte." Selbst bei den momentan hohen Preisen seien die Pellets noch mindestens 20 % günstiger als Öl und Gas.

 

Erneuerbare Energien senken Abhängigkeit von Energieimporten

Paderborn, 2. August 2006. Die Branche der Erneuerbaren Energien in Deutschland stellt sich hinter die Forderung der Bundesregierung, den Anteil der Energieimporte in Deutschland zu reduzieren. Das geht aus einer Erklärung des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) hervor. Gegenwärtig sei Deutschland bei Öl, Gas, Kohle und Uran zu insgesamt 75 % von Importen insbesondere aus dem arabischen Raum und Russland abhängig – mit steigender Tendenz. Diese Entwicklung müsse dringend gestoppt werden, so der Bundesverband.

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