Biokraftstoffe auf der Erfolgsspur
Der Biomasseaktionsplan der Europäischen Union und die 7-Punkte-Strategie für Biokraftstoffe werden derzeit eingehend beraten. Noch unter der deutschen Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007 werden Entscheidungen erwartet. Ab dem Jahr 2005 soll der Mengenanteil an Biokraftstoffen mindestens 2% betragen, bis zum Jahr 2010 soll dieser auf 5,75 % gesteigert werden. Dies entspräche in Deutschland einer Menge von 1,95 Mio. t Bioethanol und 2,05 Mio. t Biodiesel. Dr. Klaus Kliem, Mitglied des DBV-Präsidiums und Vorsitzender der UFOP, sieht den Kongress als „europäische Leitveranstaltung“. Es gelte, das öffentliche Bewusstsein für die Verwendung alternativer anstelle fossiler Kraftstoffe zu stärken. Der Report des ehemaligen Weltbank-Chef-Ökonoms Nicholas Stern im Auftrag der britischen Regierung habe die wirtschaftlichen Gefahren der globalen Klimaerwärmung deutlich gemacht und den Klimawandel als Marktversagen dargestellt. Biokraftstoffe seien bis auf weiteres die einzige Alternative, betonte Kliem. Seiner Ansicht nach stellt die Verwendung von Biokraftstoffen einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz dar, da nicht nur CO2 eingespart werde, sondern weniger Kohlenwasserstoff, Schwefeldioxyd und Rußpartikel bei der Verbrennung emittiert werden. Mit jedem Liter Biodiesel würden beispielsweise 2,2 kg Klimagase im Vergleich zu fossilen Brennstoffen eingespart, stellte Kliem fest.