Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2006 BMELV setzt Förderung von Bioschmierstoffen fort

BMELV setzt Förderung von Bioschmierstoffen fort

Berlin, 4. Dezember 2006. Die Verwendung biologisch abbaubarer Bioschmierstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen schont fossile Ressourcen. Der Ausstoß klimarelevanter Gase wird so erheblich gemindert und die Umwelt geschützt. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) verlängert deshalb im Rahmen des Markteinführungsprogramms Nachwachsende Rohstoffe die Förderung von Bioschmierstoffen bis Ende 2008.

Sonnenblume
Sonnenblume

"Bei den Bioschmierstoffen handelt es sich z.B. um Getriebeöle, Hydrauliköle und Schmierfette. Ziel ist es, die Marktmengen bei den Bioschmierstoffen deutlich zu erhöhen", erklärte der Parlamentarische Staatssekretär im BMELV Dr. Paziorek. Außerdem sollten innovative Schmierstoffe eine Chance erhalten, schneller auf dem Markt Fuß zu fassen. Die Verwendung von Bioschmierstoffen habe in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Dies gelte ganz besonders für den Bereich Hydrauliköle. Hier konnte der Marktanteil der Biohydrauliköle in den letzten vier Jahren um mehr als 60 % erhöht werden. Diese erfreuliche Entwicklung, so Paziorek, sei insbesondere auf die unterstützenden Maßnahmen seitens des BMELV zurück zu führen. Die Weiterentwicklung von Schmierstoffen und Hydraulikölen auf Basis von pflanzlichen Fetten werde im Rahmen des BMELV-Forschungsprogramms im Bereich nachwachsender Rohstoffe unterstützt. Außerdem könnten die Unternehmen, die ihre Maschinen und Anlagen auf diese Schmierstoffe bzw. Hydrauliköle umrüsten, über das Markteinführungsprogramm einen Zuschuss erhalten. In den vergangenen drei Jahren hatten über 3.000 Unternehmen von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Mit Hilfe der neuen Richtlinie, die ab 1. Januar 2007 gültig sein wird, könnten nunmehr auch Körperschaften des öffentlichen und privaten Rechts, die bisher nicht förderfähig waren, Zuschüsse erhalten. Die Liste der förderfähigen Bioschmierstoffe und die Antragsformulare sind auf der Internetseite www.bioschmierstoffe.info nachzulesen.

 

 

Elektronikbauteile aus nachwachsenden Rohstoffen

Gülzow, 7. November 2006. Mit Unterstützung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) wurde ein neuer Naturharz entwickelt, der zu 100 % aus nachwachsenden Rohstoffen besteht und thermoplastisch verformbar ist, und den Forscher erfolgreich für die Platinen- oder Leiterplattenproduktion nutzten können.
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