Biologisch abbaubare Werkstoffe aus der Nische holen
Kienle bewertete die stoffliche Nutzung als weiteres zukunftsweisendes Kapitel in der Erfolgsgeschichte des Anbaus nachwachsender Rohstoffe. Neben Strom, Wärme und Kraftstoffen liege in erneuerbaren Werkstoffen ein enormes Potential, nicht nur für Wertschöpfung in Landwirtschaft und ländlichen Räumen, sondern auch für Ressourceneffizienz und Klimaschutz. „Sie haben den Bauernverband an ihrer Seite, wenn es darum geht, die offensichtlichen Barrieren in Markt und rechtlichem Rahmen zu beseitigen“, versicherte der Verbandssekretär.
Hinsichtlich der besonders umstrittenen Frage der Rohstoffbasis für derartige Produkte sei man sich gerade auch mit dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) einig, dass der Anteil einzusetzender nachwachsender Rohstoffe nicht ordnungsrechtlich vorgegeben werden müsse. Kienle betonte aber, dass diese Art der Kreislaufwirtschaft nicht bedeuten könne, die Verantwortung auf die Flächen der Landwirte abzuladen. Biologisch abbaubare Werkstoffe müssten daher hohe Ansprüche erfüllen. „Sie müssen etwa biologisch so abbaubar sein, dass der gewonnene Kompost bedenkenlos auf den Acker ausgebracht werden kann“, betonte er. Vorbeugender Bodenschutz und Wasserschutz sei dabei Richtschnur für den Bauernverband.