Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2006 Keine höhere Mehrwertsteuer auf Lebensmittel

Keine höhere Mehrwertsteuer auf Lebensmittel

Berlin, 27. Dezember 2006. Lebensmittel werden in Folge der Mehrwertsteuererhöhung ab 1. Januar 2007 nicht teurer, da der hierfür geltende Mehrwertsteuersatz von 7 % unverändert bleibt. Darauf verweist der Deutsche Bauernverband (DBV) hin. Damit würden Lebensmittel dazu beitragen, die Gefahr eines Anheizens der Inflation oder eines Konjunktureinbruchs zu mindern. Bereits in den vergangenen Jahren waren Lebensmittel eine große Inflationsbremse, betont der DBV.

Milch
Milch

Seit dem Jahr 2000 seien die Lebensmittelpreise nur um knapp 7,5 % gestiegen während die allgemeine Teuerungsrate 10,2 % betragen hatte. Bei manchen Lebensmitteln sei jedoch seit einigen Monaten die Preise angezogen, was nicht nur auf höhere Erzeuger- und Rohstoffpreise sondern auch auf höhere Energie- und Logistikkosten bei der Verarbeitung von Lebensmittel zurückzuführen sei.

Von der Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 19 % sind nach einer Analyse des Statistischen Bundesamtes 56 % der privaten Konsumausgaben betroffen. 11 % der Konsumausgaben (überwiegend Lebensmittel) unterlägen dem ermäßigten Steuersatz von 7 % und 24 % der Konsumausgaben seien steuerbefreite Güter (vor allem Mieten). Insgesamt hat das Statistische Bundesamt eine Zusatzbelastung durch die Mehrwertsteuererhöhung von 1,1 % der Haushaltseinkommen errechnet.

 

 

Pauschalierungssatz in der Landwirtschaft steigt von 9 auf 10,7%

Berlin, 27. Dezember 2006. Der Deutsche Bauernverband (DBV) weist alle Beteiligten in der Land- und Agrarwirtschaft darauf hin, dass ab dem 1. Januar 2007 der Umsatzsteuersatz für pauschalierende Landwirte von 9 auf 10,7 % angehoben wird. Für Forstwirtschaftsbetriebe werde der Pauschalsatz von 5 auf 5,5 % angehoben. Alle Landwirte, Waldbauern und deren Geschäftspartner sollten darauf achten, dass ab dem 1. Januar 2007 die Umstellung auf die neuen Pauschalierungssätze erfolge.
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