Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2007 Erfreuliche Entwicklung des Getreidemarktes

Erfreuliche Entwicklung des Getreidemarktes

Berlin, 28. Dezember 2006. Zur Jahreswende 2006/2007 befinden sich die Märkte und Erzeugerpreise für Getreide in einer guten Verfassung. Das berichtet der Deutsche Bauernverband (DBV).

Getreide
Getreide

Experten würden von einer Hausse sprechen. Ursache sei die erhöhte Nachfrage und weltweit niedrigere Ernten. Nach umfangreichen Freigaben von Getreide aus der Intervention für den Binnenmarkt habe sich die Preisentwicklung zunächst beruhigt.

Die Erzeugerpreise auf dem deutschen Getreidemarkt liegen nach DBV-Angaben zurzeit bei Qualitäts- und Brotweizen sowie Mahl-/Brotroggen um bis zu 44 % über dem Vorjahresniveau. Der Erzeugerpreis für Brotweizen lag im Vorjahr noch bei 95 Euro pro Tonne, aktuell bei 137 Euro pro Tonne. Noch deutlicher sei der Preisanstieg bei Braugerste. Hier wurde ein Anstieg um 68,3 % festgestellt, von 111 Euro pro Tonne im Dezember 2005 auf 188 Euro pro Tonne im gleichen Monat 2006. Andererseits seien die Produktionskosten im Ackerbau seit Jahren kontinuierlich ansteigen. Die Preise für Düngemittel hätten sich seit dem Jahr 2000 um 28 % erhöht, Energie und Treibstoffe sogar um 38 %.

Die erhöhte Nachfrage nach Saatgut zur Herbstaussaat 2006 lasse vermuten, dass zur Ernte 2007 der Anbau von Wintergetreide und Winterraps ausgedehnt werde, so der Bauernverband weiter. Bei Winterroggen wird derzeit eine Ausdehnung um 100.000 ha gesehen, auch Weizen könne sich regional noch ausdehnen. Der Anbau von Winterraps werde voraussichtlich um 90.000 ha ausgedehnt und erreiche damit einen Anbauumfang in Höhe von knapp 1,5 Mio. ha. Der DBV geht davon aus, dass der Anteil an Sommergetreide abermals zurückgeht.

 

 

Leistungen der Landwirtschaft nicht verstecken

Liebenberg, 24. November 2006. „Wenn wir die Leistungen unserer Landwirte betrachten und uns mit ausländischen Konkurrenten vergleichen, dann müssen wir uns wahrlich nicht verstecken. Bei Raps, Kartoffeln, Milch und Schweinefleisch sind wir die Nr. 1 in der EU“.
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