Mehrheit gönnt Landwirten europäische Beihilfen
Weitere 32 % meinten, der Anteil sollte gleich bleiben. Lediglich eine EU-Minderheit von 17 % könnte sich Kürzungen vorstellen. Laut der Umfrage kommen die jüngsten Agrarreformen in der Bevölkerung gut an. Entkoppelte Direktzahlungen und eine Orientierung auf den ländlichen Raum schätzen etwa die Hälfte der Befragten. Lebensmittelsicherheit sowie Umwelt- und Tierschutz werden als wichtige Aufgaben der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) angesehen.
Das Meinungsbild unterscheidet sich zwischen den verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten. Mehr Zuwendungen für die Landwirte fordern vor allem die Befragten in Griechenland und in den zehn neuen Mitgliedsstaaten. Dänemark, Schweden und die Niederlande bilden den Gegenpol, wo überdurchschnittlich viele einen Einschnitt im EU-Agrarhaushalt fordern. In Deutschland, Frankreich, Belgien, Finnland und Luxemburg würden sich mit 40 bis 44 % die meisten einen gleich bleibenden Anteil für die Landwirte wünschen. Dass die europäische Landwirtschaft und die ländlichen Gebiete sehr wichtige oder wichtige Gebiete für die Zukunft der EU sind, befürworteten 88 %. Die große Akzeptanz der GAP hat allerdings einen Wermutstropfen: viele wissen dabei gar nicht, worum es geht. 54 % haben noch nie etwas von der europäischen Agrarpolitik gelesen oder gehört, ergab die Umfrage. Der Wissensstand ist in den alten Mitgliedsstaaten etwas besser als in den neuen. Auffallend gut bekannt ist die Gemeinsame Agrarpolitik in Frankreich (64 % haben schon von der GAP gehört), Irland (61 %) und Polen (60 %), so der Bauernverband weiter.