Keine genauen Angaben über Anteil heimischer Biokraftstoffe
Berlin, 12. Mai 2007. Die Bundesregierung kann keine genauen Angaben darüber machen, wie viel Prozent des in Deutschland abgesetzten Biodiesels und Pflanzenöls aus heimischer Ernte stammen. In ihrer Antwort auf eine kleine Anfrage der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen weist die Regierung darauf hin, dass von den 2005 in Deutschland geernteten rund 5 Mio. t Raps ein Teil ausgeführt worden sei. Gleichzeitig hätten deutsche Ölmühlen in erheblichem Umfang Saaten aus anderen EU-Staaten verarbeitet.
Im Berichtsjahr seien 4,1 Mio. t Rapssamen aus Deutschland und 1,6 Mio. t aus dem Ausland in Ölmühlen vermahlen worden. Zudem würden importierte Öle in größerem Umfang als Rohstoff für die Biodieselproduktion eingesetzt. Die Biodieselproduktion sei im vergangenen Jahr gegenüber 2005 auf rund 1,6 Mio. t gestiegen. Es sei davon auszugehen, dass ein deutlich höherer Anteil davon aus Importen stamme.
Die Preisdifferenz zwischen reinem Biodiesel und reinem fossilem Dieselkraftstoff müsste laut Bundesregierung etwa 8 % des Preises des reinen Biodiesels betragen, um Autofahrer einen Anreiz zu bieten, auf Biodiesel umzusteigen. Hinzu komme allerdings noch der Mehraufwand für häufigeren Ölwechsel. Die Regierung erwartet, dass die Einnahmen aus der Energiebesteuerung von reinem und beigemischtem Biodiesel in diesem Jahr 900 Mio. Euro bis 1 Mrd. Euro betragen werden.