Ackerbauern profitieren von angeheizten Agrarmärkten
Bestätigt wurde dies von DBV-Generalsekretär Dr. Helmut Born, der eine Einschätzung der weltweiten Agrarmärkte machte. Wie er hervorhob, sorgen weltweit rasant steigende Nachfrage insbesondere von den ostasiatischen Märkten, eine voraussichtlich erneut unterhalb des Verbrauches liegende Ernte und sinkende Lagerbestände für steigende Preise bei Getreide und Ölsaaten. Neben Nahrungs- und Futtermitteln stelle auch die Bioenergie einen wichtigen Verwendungszweck dar, der den positiven Trend auf den Agrarmärkten stützt. Von diesen Entwicklungen würden die Bauern weltweit profitieren.
Die Teilnehmer des Vorernte-Gesprächs prognostizierten für 2007 eine durchwachsene Ernte: Bundesweit seien Schäden durch die Trockenheit im Frühjahr zu registrieren, insbesondere bei Winter- und Sommergerste. Allerdings sind die Ertragsunterschiede nach Aussage der Experten regional sehr kleinräumig, so dass ein Gesamtbild schwierig zu erstellen ist. Eine optimale Wasserversorgung in den kommenden Wochen vorausgesetzt, sei bestenfalls mit einer durchschnittlichen Ernte zu rechnen. Erfreulich dagegen erscheint das Preisniveau, erklärten die Teilnehmer. Dennoch sei die Preisentwicklung kein Grund für allzu große Euphorie. In den letzen acht Jahren sind die Produktionskosten insbesondere für Energie, Diesel und Düngemittel rasant gestiegen, während die Erzeugerpreise auf sehr niedrigem Niveau stagnierten.