Größerer Nutzen für Biokraftstoffe
Die Land- und Forstwirtschaft der auf 27 Mitgliedstaaten erweiterten EU liefen aber Gefahr, ihr Produktionspotential nicht in vollem Umfang auszuschöpfen. Grund hierfür seien die Importe, die oft von Konditionen profitieren wie die unterschiedliche Besteuerung beim Export von Ölfrüchten, Pflanzenölen oder Biodiesel in die EU oder die steuerliche Entlastung von Biodiesel in den Vereinigten Staaten bei Exporten in die EU. In anderen Fällen profitieren die Importe von niedrigeren Kosten durch nicht eingehaltene Sozial- und Umweltstandards. Deshalb müssten die Produktion von und der Handel mit Biokraftstoffen strengen Nachhaltigkeitsvorschriften unterzogen werden, so die Verbände weiter.
Die europäische Biokraftstoffproduktion sichert nach Meinung der Konferenzteilnehmer bereits heute eine nachhaltige Reduzierung der CO2-Emissionen. Zur Ausschöpfung dieses Potentials sei es aber notwendig, dass Einfuhrkontingente für Biokraftstoffe in Höhe von 7% der Gemeinschaftserzeugung des Vorjahres festgelegt werden. Die Biokraftstoffimporte sollten im Rahmen der Einfuhrlizenzregelung einer Gemeinschaftsverwaltung unterliegen. Die den technischen Anforderungen der Automobilindustrie nachkommenden Spezifikationen müssten in der Biodiesel-Norm EN 14214 erhalten bleiben und nicht-denaturiertes Ethanol sollte speziell zu Kraftstoffzwecken verwendet werden.