Deutsches Biomasse-Forschungszentrum in Leipzig
In der Gesamtbewertung der vorliegenden Bewerbungen aus den neuen Bundesländern - die im übrigen alle von hohem Niveau waren - habe der Standort Leipzig am besten abgeschnitten, erläuterte der Minister seine Entscheidung.
Es ist vorgesehen, das Zentrum zum 1. Januar 2008 als gemeinnützige GmbH einzurichten. Das Landwirtschaftsministerium (BMELV) werde im Wege der institutionellen Förderung allein für die Gründung 4 Mio. Euro zur Verfügung stellen. Es sollen Stellen für bis zu 80 Beschäftigte geschaffen werden. Darüber hinaus würden im Zuge der Projektförderungen weitere Mittel bereitgestellt, u. a. aus dem 50 Mio. Euro Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe".
Das DBFZ soll sich auf die energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe konzentrieren. Das Aufgabengebiet beginnt bei der Logistik nach der Ernte. Die Forschung über Konditionierung und Konversion bis hin zur Umwandlung in Strom, Wärme und Kraftstoffe (z.B. Kraftwerkstechnologie, Heiz- und Motorentechnik) werde im Vordergrund stehen. "Leipzig verbindet den wichtigen Vorzug eines in Deutschland zentral gelegenen Standortes mit dem Vorteil, dass hier bereits eine Basis an einschlägigen wissenschaftlichen Einrichtungen vorhanden ist", hob Seehofer hervor. Insgesamt böte die Stadt alle Rahmenbedingungen, um das DBFZ als Zentrum eines anwendungsorientierten Forschungsnetzes im Bereich der Bioenergie zu etablieren.