Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2007 Deutsches Biomasse-Forschungszentrum in Leipzig

Deutsches Biomasse-Forschungszentrum in Leipzig

Berlin, 25. Juli 2007. "Nach sorgfältiger Prüfung möglicher Standorte freue ich mich, die Entscheidung bekannt zu geben, dass das Deutsche Biomasse-Forschungszentrum (DBFZ) in Leipzig angesiedelt werden wird", erklärte Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer.

Forschung soll auch Biogasanlagen noch effektiver machen.
Forschung soll auch Biogasanlagen noch effektiver machen.

In der Gesamtbewertung der vorliegenden Bewerbungen aus den neuen Bundesländern - die im übrigen alle von hohem Niveau waren - habe der Standort Leipzig am besten abgeschnitten, erläuterte der Minister seine Entscheidung.

Es ist vorgesehen, das Zentrum zum 1. Januar 2008 als gemeinnützige GmbH einzurichten. Das Landwirtschaftsministerium (BMELV) werde im Wege der institutionellen Förderung allein für die Gründung 4 Mio. Euro zur Verfügung stellen. Es sollen Stellen für bis zu 80 Beschäftigte geschaffen werden. Darüber hinaus würden im Zuge der Projektförderungen weitere Mittel bereitgestellt, u. a. aus dem 50 Mio. Euro Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe".

Das DBFZ soll sich auf die energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe konzentrieren. Das Aufgabengebiet beginnt bei der Logistik nach der Ernte. Die Forschung über Konditionierung und Konversion bis hin zur Umwandlung in Strom, Wärme und Kraftstoffe (z.B. Kraftwerkstechnologie, Heiz- und Motorentechnik) werde im Vordergrund stehen. "Leipzig verbindet den wichtigen Vorzug eines in Deutschland zentral gelegenen Standortes mit dem Vorteil, dass hier bereits eine Basis an einschlägigen wissenschaftlichen Einrichtungen vorhanden ist", hob Seehofer hervor. Insgesamt böte die Stadt alle Rahmenbedingungen, um das DBFZ als Zentrum eines anwendungsorientierten Forschungsnetzes im Bereich der Bioenergie zu etablieren.

 

 

Größerer Nutzen für Biokraftstoffe

Brüssel, 6. Juli 2007. Anlässlich der internationalen Biokraftstoffkonferenz der EU-Kommission betonten die europäischen Bauern- und Genossenschaftsverbände COPA und COGECA die Alternativen, die der Anbau von Pflanzen zur Energiegewinnung bietet. Diese würden sich positiv auf die Fruchtfolge und die biologische Vielfalt auswirken, sofern sie unter Einhaltung der Umweltgesetzgebung produziert werden.
mehr