Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2007 Geringere Mengen und sehr heterogene Qualitäten geerntet

Geringere Mengen und sehr heterogene Qualitäten geerntet

Berlin, 17. August 2007. Die Getreideernte 2007 wird im Vergleich zum Vorjahr (43,3 Mio. t) deutlich kleiner ausfallen, erwartet der Deutsche Raiffeisenverband.

Getreideernte
Getreideernte

"Unsere Ernteschätzung aus dem Juni mit 40,7 Mio. t Getreide hat sich leider weitgehend bestätigt und muss vielleicht noch weiter nach unten korrigiert werden", so Raiffeisen-Präsident Manfred Nüssel. Insbesondere im Norden und Nordosten Deutschlands seien die Getreide- und Rapserträge aufgrund der ungünstigen Witterung besonders enttäuschend, allgemein sei das Qualitätsspektrum sehr heterogen. Nur mit einwandfreier Logistik, modernen Erfassungs- und Trocknungskapazitäten könne die teilweise zu feuchte Ware separiert und vermarktungsgerecht aufbereitet und eingelagert werden.

Angesichts der für die Erzeuger erfreulich hohen Preise habe sich der Zinsaufwand zur Erntevorfinanzierung für die Genossenschaften nahezu verdoppelt, höhere Energie- und Frachtkosten belasten das Geschäft zusätzlich. Nüssel mahnt Landwirte wie Genossenschaften zu einer Vermarktungsstrategie, die gleichermaßen einer kontinuierlichen Marktversorgung wie einer nachhaltigen Risikoabsicherung Rechnung trage. "Aufgrund der weltweit sinkenden Lagerbestände, zunehmender Nachfrage und hoher Getreidepreise müssen wir auch in der EU die Potentiale zur Versorgung der Lebens- und Futtermittelmärkte gezielter ausschöpfen", fordert der Raiffeisenpräsident. Hierzu zählt er die Abschaffung der Flächenstilllegung und Augenmaß bei der weiteren Entwicklung der Bioenergie ebenso wie praktikablere Importregelungen für Getreidesubstitute zur besseren Versorgung der Veredlungsbetriebe.

 

 

Getreide als Brennstoffe zulassen

Berlin, 21. Juni 2007. Die beachtlichen Potenziale von Getreide als Brennstoff können beim weiteren Ausbau erneuerbarer Energien nicht außer Acht gelassen werden. Das forderten die Teilnehmer des von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) organisierten Fachseminars „Alternative Biobrennstoffe“  und legten Empfehlungen zur Änderung der geltenden Genehmigungspraxis vor.
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