Rapsanbaufläche zur Aussaat 2007
Berlin, 24. August 2007. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) ist besorgt um die Rapsversorgung in 2008. Weil europaweit die Getreidefläche angesichts der hohen Preise stark ansteigen werde, wird ein deutlicher Rückgang der Rapsanbaufläche befürchtet. Dies werde im nächsten Jahr einen noch weiter ansteigenden Rapspreis zur Folge haben.
UFOP geht davon aus, dass die Rapsproduktion aufgrund des Anbaurückgangs zur Ernte 2008 europaweit erheblich geringer ausfallen wird als erwartet. Zudem herrschen in einigen osteuropäischen Ländern, die in den vergangenen Jahren den Rapsanbau erheblich ausgeweitet haben, derzeit sehr trockene Verhältnisse. Dadurch werde die laufende Aussaat erschwert und die Anbaufläche für Raps sinke. Weiter steigende Rapspreise seien auch durch den zunehmenden Biodieselverbrauch in Europa begründet. So werde in Frankreich ab 2008 die gesetzliche Zumischquote für Biodiesel von zurzeit 3,5 auf 5,75 % erhöht. Das alleine führe schon zu einem Mehrverbrauch von ca. 0,9 Mio. t Biodiesel. Als weiteren Faktor für steigende Rapspreise sehen die Experten die sehr schlechte Sonnenblumenernte in Osteuropa verbunden mit einer Unterversorgung des Marktes mit Sonnenblumenöl im Speiseölmarkt. Die aktuell hohen Getreidepreise dürfen nach UFOP-Vorstellung nicht dazu führen, den Raps in der Fruchtfolge zu reduzieren. Die Vorzüglichkeit des Rapses bleibe durch seinen hohen Vorfruchtwert auch in Zukunft erhalten und werde aufgrund der steigenden Erlöse weiter erhöht.