Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2007 Bioenergie zum Vorteil des Klimaschutzes

Bioenergie zum Vorteil des Klimaschutzes

Berlin, 13. September 2007. „Aufgrund einer effektiven Förderpolitik, aber auch attraktiverer Absatzmärkte hat sich die Nutzung von Biomasse anstelle fossiler Rohstoffe zum Vorteil der Landwirte, Verbraucher und des Klimaschutzes entwickelt“. Dies stellte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born, im Rahmen des Deutschen Bioraffinerie-Kongresses fest. Sowohl die Europäische Union als auch die deutsche Politik gäben immer ehrgeizigere Klimaschutzziele vor.

Raspschoten
Raspschoten

Zur Erreichung dieser Vorhaben stehe bisher allerdings hauptsächlich die Energiegewinnung aus Biomasse im Fokus, so Born. Die Anteile nachwachsender Rohstoffe für die stoffliche Nutzung bleiben dagegen weit hinter den Vorgaben zurück, obwohl diese Nutzungsform beispielsweise für den Klimaschutz ebenso bedeutend ist. Der DBV will deshalb das Potential der stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe mehr in den Fokus der deutschen und europäischen Umwelt-, Energie- und Forschungspolitik rücken und die strategische Ausrichtung der Biomasseforschung den Anforderungen der stofflichen Nutzung anpassen.

Auch in Zukunft werde es das Hauptziel der deutschen Landwirtschaft bleiben, qualitativ hochwertige Lebensmittel zu erzeugen. “Trotzdem sieht die Landwirtschaft vielfältige Möglichkeiten, auch die stoffliche Nutzung voranzubringen“, stellte Born weiter fest. Im Jahr 2007 wurden in Deutschland auf ca. 2 Mio. Hektar nachwachsende Rohstoffe angebaut, die vor allem in der Kraftstoff- und der Biogasproduktion eingesetzt wurden. Bis 2030 könnte diese Fläche vor allem durch die Ertragssteigerung auf den bereits genutzten Ackerflächen auf 3 bis 4 Mio. Hektar ausgebaut werden, ohne die Nahrungsmittelproduktion zu gefährden. Zusätzlich ständen Rest- und Abfallstoffe aus der Land- und Forstwirtschaft zur Verfügung, die das Biomasseangebot für die stoffliche Nutzung in einer Bioraffinerie erweitern könnten.

 

 

Zwei Millionen Hektar Nachwachsende Rohstoffe

Gülzow, 7. September 2007. Von den insgesamt rund 12 Mio. Hektar Ackerfläche in Deutschland nutzen die deutschen Landwirte gegenwärtig gut 2 Mio. Hektar oder knapp 17 % für den Anbau von Energie- und Industriepflanzen. So lautet das Ergebnis der Anbauschätzung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Mit gut 1,75 Mio. Hektar tragen Energiepflanzen den Löwenanteil dazu bei. Auch für das Wachstum gegenüber 2006 um knapp 0,5 Mio. Hektar seien sie primär verantwortlich. Die mit Industriepflanzen für die chemisch-technische Nutzung kultivierte Fläche legte lediglich moderat zu.

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