Bioenergie zum Vorteil des Klimaschutzes
Zur Erreichung dieser Vorhaben stehe bisher allerdings hauptsächlich die Energiegewinnung aus Biomasse im Fokus, so Born. Die Anteile nachwachsender Rohstoffe für die stoffliche Nutzung bleiben dagegen weit hinter den Vorgaben zurück, obwohl diese Nutzungsform beispielsweise für den Klimaschutz ebenso bedeutend ist. Der DBV will deshalb das Potential der stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe mehr in den Fokus der deutschen und europäischen Umwelt-, Energie- und Forschungspolitik rücken und die strategische Ausrichtung der Biomasseforschung den Anforderungen der stofflichen Nutzung anpassen.
Auch in Zukunft werde es das Hauptziel der deutschen Landwirtschaft bleiben, qualitativ hochwertige Lebensmittel zu erzeugen. “Trotzdem sieht die Landwirtschaft vielfältige Möglichkeiten, auch die stoffliche Nutzung voranzubringen“, stellte Born weiter fest. Im Jahr 2007 wurden in Deutschland auf ca. 2 Mio. Hektar nachwachsende Rohstoffe angebaut, die vor allem in der Kraftstoff- und der Biogasproduktion eingesetzt wurden. Bis 2030 könnte diese Fläche vor allem durch die Ertragssteigerung auf den bereits genutzten Ackerflächen auf 3 bis 4 Mio. Hektar ausgebaut werden, ohne die Nahrungsmittelproduktion zu gefährden. Zusätzlich ständen Rest- und Abfallstoffe aus der Land- und Forstwirtschaft zur Verfügung, die das Biomasseangebot für die stoffliche Nutzung in einer Bioraffinerie erweitern könnten.