Kartoffelernte mit überdurchschnittlichen Erträgen
Damit dürfte nach dem starken Rückgang in 2006 wieder das Ergebnis von 2005 erreicht werden. Als Hauptgrund nennt das Bundeslandwirtschaftsministerium die deutlich höheren Hektarerträge bei einer nur leicht ausgedehnten Anbaufläche. Der langjährige Durchschnitt (2001 bis 2006) von 11,21 Mio. t werde ebenfalls noch übertroffen (+ 3,6 %).
Die Anbaufläche wurde nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung erstmals wieder seit 2004 um 0,7 % auf 276 300 ha ausgedehnt. Auf Frühkartoffeln entfielen 15 700 ha, ein Anstieg von 4,6 % gegenüber 2006. Bei den mittelfrühen und späten Sorten hatte der Anbau durchschnittlich um 0,5 % auf 260 600 ha zugenommen, allerdings mit regional sehr unterschiedlicher Entwicklung. Einem Rückgang in Süd- und Nordostdeutschland stand eine Ausdehnung in Niedersachsen als bedeutendster Erzeugungsregion gegenüber. Die Speisekartoffelfläche wurde erweitert, der Anbau der Industriekartoffeln reduziert. Für Kartoffeln insgesamt erzielten die Landwirte einen durchschnittlichen Hektarertrag von 420 dt, der damit um 14,8 % über dem Vorjahresniveau lag. Das langjährige Mittel (396 dt) wurde um 6,2 % überschritten. Gegenüber 2006 sind die Erträge in allen Ländern gestiegen, darunter besonders stark in den ostdeutschen Ländern, außer Thüringen (+ 22 bis + 33%). Relativ geringe Ertragszuwächse gab es vor allem in Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. In Niedersachsen, dem Hauptanbauland wurden 434 dt/ha geerntet (+ 16,6 %). Bei Frühkartoffeln (323 dt/ha) stiegen die Erträge bundesweit gegenüber 2006 um 8,6 %, dagegen bei mittelfrühen und späten Kartoffeln (426 dt/ha) um 15,2 %. Von der Gesamterzeugung entfallen die größten Anteile auf Niedersachsen mit 46 % oder 5,38 Mio. t (21,7 % gegenüber 2006) gefolgt von Bayern mit 2,03 Mio. t (+ 7,1 %) und Nordrhein-Westfalen mit 1,41 Mio. t (+ 7,7 %).