Kartoffelernte mit überdurchschnittlichen Erträgen
Berlin, 27. September 2007. „Biokraftstoffe sind nicht für den Hunger auf der Welt verantwortlich“, stellte Petra Sprick, Geschäftsführerin des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffe klar. Sie reagierte damit auf gegenteilig lautende Presseartikel. Menschen hätten schon gehungert, bevor Biokraftstoff in großen Mengen produziert wurde.
In den neunziger Jahren habe es riesige Getreide- und Maisvorräte in den USA und Europa gegeben. Trotzdem hätten Menschen in anderen Weltteilen gehungert. Die Preise für Lebensmittel seien – anders als heute – niedrig gewesen. Verantwortlich für den Hunger seien vielmehr Missernten, unsichere politische Rahmenbedingungen in vielen Ländern und die unterschiedliche Verteilung der Lebensmittelrohstoffe auf der Welt. Forderungen, Biomasse nicht für den Straßenverkehr sondern zum Heizen zu verwenden begegnet Sprick mit dem Hinweis, dass nach einer Studie der Europäischen Union 20 % der CO2-Emissionen auf den Straßenverkehr entfallen. Wolle man diesen Anteil reduzieren, könnten Biokraftstoffe dazu einen wesentlichen Beitrag leisten. „Im Kraftstoffbereich stellen Biodiesel und Bioethanol zur Zeit die einzigen technisch möglichen Alternativen zu mineralischen Kraftstoffen dar“, erklärte Sprick weiter.