Modellvorhaben "Schwarzwildbejagung in Energiepflanzenbeständen"
Insgesamt 300.000 Euro Fördergeld steht für das Modellvorhaben zur Verfügung. Die Leitung des Vorhabens haben gemeinsam der Deutsche Jagdschutzverband und der Deutsche Bauernverband übernommen. In sechs ausgesuchten Landwirtschaftsbetrieben sollen modellhaft ackerbauliche und jagdliche Methoden erprobt werden, die innerhalb der Wachstumsphase des Maises die Wildschweinpopulation wirksam beeinflussen. In Deutschland werde zurzeit auf einer Fläche von rund 1,7 Mio. Hektar Mais angebaut, so das Ministerium.
Allein von 2005 auf 2006 habe sich die Anbaufläche von Energiemais verdoppelt und werde weiter steigen. Davon profitiere insbesondere das Schwarzwild. Ideale Rückzugs- und Nahrungsbedingungen in den großflächigen Maisschlägen hätten einen beträchtlichen Einfluss auf die Vermehrung des Schwarzwildes und auf sein Verhalten. Zuwächse bis zu 200 % in günstigen Jahren verstärkten die Wildschäden durch Schwarzwild in den Maisschlägen und Nachbarkulturen. Eine nachhaltige Bejagung in den großflächigen Maisbeständen sei derzeit nur sehr schwer zu realisieren. Die Erfahrungen aus dem Modellvorhaben sollen wissenschaftlich ausgewertet und der Praxis als Handlungsempfehlung zur Verfügung gestellt werden.