Druck auf Bioenergie wächst
Berlin, 3. November 2007. Die Getreide verarbeitende Nahrungsmittelindustrie will die staatliche Förderung der Bioenergie nicht länger hinnehmen. Die Branche strebt in energiepolitischen Fragen nach mehr Einfluss, meldet ernaehrungsdienst.de. Der Butterpreis sei erst der Anfang so Rolf Brack, Vizevorsitzender des Verbandes Deutscher Mühlen, auf dem Rohstoffkongress der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE).
Wie zahlreiche andere Lebensmittelhersteller kritisierte Brack die preistreibenden politischen Vorgaben zur Bioenergie. Deutlich weniger Engagement gegen die derzeitige politische Lage zeigten die Vertreter der Ölmühlen und der Zuckerindustrie, so der Onlinedienst. Beide Branchen wollten mit Nahrungsmitteln und Bioenergie Geld verdienen.
Der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Helmut Born, sprach sich dafür aus, „Biokraftstoffe im Gleitflug an die Märkte heranzuführen“. Auch die Landwirtschaft müsse sich bewegen. Die Agrarmärkte zu öffnen und gleichzeitig Schutzzäune für die Bioenergie einzurichten, funktioniere auf Dauer nicht, stellte Born klar. Die BVE wolle nicht so lange abwarten, bis sich der politische Trend von selbst drehe und Bioenergie unter marktwirtschaftlichen Bedingungen produziert werde. Künftig möchte die Interessenvertretung an den Energiegipfeln im Bundeskanzleramt teilnehmen.