Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2007 Bekenntnis für Biokraftstoffe

Bekenntnis für Biokraftstoffe

Berlin, 21. November 2007. Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel haben ihre Strategie zur Klima- und Energiepolitik im Biokraftstoffsektor, die so genannte "Roadmap Biokraftstoffe", vorgestellt. Damit soll ein Beitrag zur Klima- und Energiepolitik und zur Entwicklung der ländlichen Räume geleistet werden. Sie stelle ein klares Bekenntnis zur Nachhaltigkeit dar, so die Minister.

Bioethanol-Zapfsäule
Bioethanol-Zapfsäule

"Biokraftstoffe können einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten – allerdings nur, wenn sie signifikant zur CO2-Reduktion beitragen. Das stellen wir gesetzlich sicher", sagte Bundesumweltminister Gabriel. Importierte Biomasse solle künftig nur dann eingesetzt werden, wenn sie nachhaltig angebaut worden ist. Es könne nicht sein, dass anderswo auf der Welt Wälder gerodet und Moore trockengelegt werden, um Palmöl anzubauen, das dann in Deutschland als vermeintlich klimafreundlicher Rohstoff eingesetzt werde.

Beide Ministerien verständigten sich beim Runden Tisch "Biokraftstoffe" zusammen mit der Automobilindustrie, der Mineralölindustrie, der Landwirtschaft sowie der Biokraftstoffindustrie auf eine gemeinsame Strategie zur Steigerung des Biokraftstoffanteils in den kommenden Jahren. Herausragende Ziele der Strategie seien die Erhöhung der Beimischungsgrenze von Bioethanol zu Ottokraftstoff von derzeit maximal 5 auf 10 Volumenprozent und die Erhöhung der Biodieselbeimischung auf 7 Volumenprozent. Höhere Beimischungen seien aufgrund der Qualitätsanforderungen der Autoindustrie an den Kraftstoff technisch nicht möglich.

 

Qualität und Sicherheit beim Biodieselkauf für Landwirte

Berlin, 31. Oktober 2007. Landwirtschaftliche Betriebe besitzen eine bedeutende Vorreiterrolle beim Einsatz biogener Kraftstoffe. Darauf weist der Deutsche Bauernverband (DBV) hin. Jahrelang war Biodiesel im Agrarsektor wirtschaftlich nicht attraktiv. Mittlerweile könne aber der Umstieg auf den kostengünstigeren Biodiesel beachtliche Kosteneinsparungen für landwirtschaftliche Betriebe bewirken. Die Rechnung gehe allerdings nur auf, wenn es nicht zu Ausfallzeiten durch schlechten Kraftstoff komme.
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