Bioenergie eingebettet in Gesamtkonzept für ländlichen Raum
Berlin, 19. Dezember 2007. "Nur eine umsichtige Politik, die Bioenergie in einen Zusammenhang mit ländlicher Entwicklung und Nachhaltigkeit setzt, kann einen Beitrag zur Ernährungssicherheit leisten", sagte Ursula Heinen Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) zum Abschluss der Internationalen Konferenz "Politik gegen Hunger VI: Bioenergie und Ernährungssicherheit".
Die Bundesregierung habe mit der Nachhaltigkeitsverordnung für die Biokraftstoffproduktion Pionierarbeit geleistet, so Heinen weiter. Die Verordnung regelt ökologische Standards sowohl für die einheimische Produktion als auch für Importe. Damit sei ein Anfang gemacht. Die Bundesregierung setze sich für einen internationalen Konsens über Standards für die nachhaltige Produktion aller landwirtschaftlichen Güter ein.
Auf der Veranstaltung diskutierten über 250 Teilnehmer das Potenzial und die Risiken des Bioenergiebooms für die ländliche Entwicklung und die Hungerbekämpfung. In Arbeitsgruppen wurden Empfehlungen erarbeitet, die in Diskussionsprozesse auf europäischer und internationaler Ebene eingespeist werden sollen. Bereits seit sechs Jahren widmet sich das Bundesministerium mit der Konferenzreihe "Politik gegen Hunger" den drängenden Fragen der globalen Ernährungssicherheit. Ziel der diesjährigen Konferenz war es, Wechselwirkungen zwischen dem Anbau nachwachsender Rohstoffe und der Ernährungssicherheit zu behandeln und insbesondere Optionen für die kleinbäuerliche Landwirtschaft aufzuzeigen.