Genossenschaften erwarten durchschnittliche Ernte
Nach den erheblichen Niederschlägen der vergangenen Wochen könnten sich allerdings die nicht optimalen Aussaatbedingungen im Herbst 2007 in Verbindung mit der Übernässung einzelner Flächen noch als Problem erweisen. Die letzten Stickstoffreserven würden jetzt verloren gehen. Zur optimalen Bestandsführung wäre eine baldige Andüngung erforderlich. Diese werde aber vielerorts durch die beeinträchtigte Befahrbarkeit der Ackerflächen aufgrund der milden Witterung begrenzt. Vor diesem Hintergrund geht der DRV derzeit nur von einem durchschnittlichen Getreideertrag von 65,2 dt/ha aus. Das wären immerhin 5,5 % mehr als der niedrige Vorjahresertrag. Derzeit wird die Getreidefläche vom DRV auf insgesamt 6,9 Mio. ha geschätzt, dies wäre eine Anbauausdehnung um 5 % bzw. 300.000 ha. Die Getreideernte läge dann mit 44,8 Mio. t knapp 4 Mio. t oder 10 % höher als 2007. Im Hinblick auf die Ölsaatenernte veranschlagt der DRV inzwischen einen Ertrag bei Winterraps von 35,8 dt/ha. Der Verband erwartet leichte Ertragsreduzierungen in den alten Bundesländern gegenüber Produktionszuwächsen in Ostdeutschland. Insgesamt schätzt er die Winterrapsernte auf 5,03 Mio. t; das Ergebnis der Vorjahresernte würde damit um knapp 250.000 t oder 5 % verfehlt, im Wesentlichen aufgrund der eingeschränkten Anbaufläche.