Biokraftstoffhersteller für Schutz der Regenwälder
Berlin, 3. März 2008. Die deutschen Hersteller von Bioethanol fordern die Mineralölwirtschaft auf, die Verwendung von importierten, nicht nachweisbar nachhaltig produziertem Ethanol zu stoppen. „Während deutsche Biokraftstoffanlagen mittlerweile reihenweise abgestellt werden, weil sie keine Abnehmer für ihre nachhaltig hergestellten Produkte finden, bedient sich die Mineralölwirtschaft zweifelhafter Billigware“, kritisierte Petra Sprick, Geschäftsführerin des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB).
Deutschland importiert mehr als 80 % der gesetzlich vorgesehenen Zumischmengen zu Benzin. Für die Produktion dieses Ethanols werde häufig tropischer Regenwald gerodet. Solange durch den Einsatz billiger Importe ein bis zu 400-mal höherer Umweltschaden verursacht werde, sei für den VDB die Verwendung von importierten Biokraftstoffen auch unter Verbrauchergesichtspunkten nicht zu rechtfertigen. Gleichzeitig begrüßte der Verband die Initiative der Bundesregierung, eine Nachhaltigkeitsverordnung zu erstellen. Danach sollen Biokraftstoffe nur dann förderwürdig sein, wenn zum Beispiel ausgeschlossen werden kann, dass für die Produktion Regenwälder gerodet wurden.