Rapsbauern wehren sich gegen Vorwürfe
Für die beiden Verbände steht eine Ausdehnung der Rapserzeugung in Deutschland über den nachhaltigen Anbau nicht zur Debatte. Außerdem habe Raps eine positive Klimabilanz. Dies gelte unabhängig davon, ob Nahrungsmittel oder Biokraftstoffe hergestellt werden. Auf Grund seiner positiven Wirkung auf Honigbienen, Hummeln und anderer Insekten sowie Vögel sei Raps eine wichtige Kultur für die Erweiterung der Biodiversität. Zudem sei Raps eine hervorragende Vorfrucht für Getreide und sorge damit für eine Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und des Bodenschutzes. Die Erfahrungen aus der Praxis gerade auch in witterungsbedingt schwierigen Jahren wie 2007 sprächen für sich, so die Verbände. Dieses Erntejahr habe auf vielen Landwirtschaftsbetrieben die Vorteile einer durch Raps aufgelockerten Fruchtfolge gezeigt. Nach einer Studie des Institutes für Energetik und Umwelt Leipzig von 2007 vermindert die Bioenergie - in dem Ausmaß, in dem sie in Deutschland angebaut wird (insgesamt 2 Mio. Hektar) - den CO2 Ausstoß um bis zu 57 Mio. t. Raps zur Bioenergiegewinnung werden auf 1,1 Mio. ha angebaut.