Nahrungsmittelproduktion bleibt Kernkompetenz der Bauern
Die jetzige Agrarpreisentwicklung werde weniger durch die Bioenergie als vielmehr durch einen weltweit entstehenden Nachfragesog nach Nahrungs- und Futtermitteln befördert. Zudem werde es einzig und allein der Markt entscheiden, wie viel Bioenergie erzeugt wird. Insgesamt löse die weltweite Belebung der Nachfrage für wichtige landwirtschaftliche Produkte, wie z.B. Getreide, einen erheblichen Anreiz für die Landwirte aus, produktiver und effizienter zu wirtschaften. Oberste Maxime für die Bauern sei dabei, nach den Prinzipien einer nachhaltigen und umweltgerechten Produktion zu wirtschaften. Höhere Agrarpreise führen nach Einschätzung des DBV dazu, dass sich die Landwirte auf die Produktion von Nahrungsmitteln konzentrieren, während Bioenergie in dieser Situation derzeit an Wettbewerbsfähigkeit verliere. Diese Entwicklung könne außerdem nicht einseitig als Bedrohung für Entwicklungs- und Schwellenländer gesehen werden, sondern biete eine große Chance für die Stärkung der Bauern und der ländlichen Räume auch in diesen Ländern, erklärte der DBV.