Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2008 Unterkompensation bei Steuerbegünstigung von Biodiesel

Unterkompensation bei Steuerbegünstigung von Biodiesel

Berlin, 18. April 2008. Angesichts der aktuellen Marktdaten bei der Rohstoffpreisentwicklung findet die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) ihre Prognose zur Unterkompensation für Biodiesel als Reinkraftstoff bestätigt. Für das erste Quartal 2008 stellte UFOP eine Unterkompensation in Höhe von minus 28 Cent je Liter fest und mahnt  Korrekturbedarf bezüglich der zukünftigen Ausgestaltung der Steuerbegünstigung bei Biokraftstoffen an. Ursächlich für das Problem seien die hohen Preise für Rapsöl und generell für pflanzliche Öle in Verbindung mit der auf 15 Cent je Liter erhöhten Energiesteuer.

Rapsblüte
Rapsblüte

Der mit dem Biokraftstoffquotengesetz verfolgte marktstrategische Ansatz greift nach Meinung der UFOP nicht.  Es sei zwar grundsätzlich richtig, den Beimischungsanteil für Biokraftstoffe in dem Maße zu erhöhen wie bedingt durch die Reduzierung der Steuerbegünstigung der Absatz von Biodiesel als Reinkraftstoff und Pflanzenölkraftstoff zurück gehe, um schließlich auch die nationalen Mengenziele für Biokraftstoffe zu erfüllen. Die Rechnung gehe aber nicht auf, weil sich die Umsetzung der geänderten Kraftstoffqualitäts- und Kennzeichnungsverordnung erheblich verzögert.  Im vom Bundeskabinett verabschiedeten Entwurf ist eine Erhöhung der Beimischung von derzeit max. 5 Vol.-% Biodiesel auf max. 7 Vol-% vorgesehen. Gemessen am Gesamtabsatz für Dieselkraftstoff entspricht diese Vorgabe etwa 2 Mio. t Biodiesel. Dies berge für die Quotenverpflichteten der Mineralölbranche für das Jahr 2009 große Probleme. Die Verpflichtungen sind nach Auffassung der UFOP nur dann erfüllbar, wenn ausreichend Reinkraftstoffmengen vermarktet wurden als Voraussetzung für eine Anrechnung auf die Biokraftstoffquote. Im Wege der Rückzahlung der Steuerbegünstigung würden entsprechend anrechenbare Biokraftstoffquotenmengen geschaffen.

 

Differenzierte Bewertung von Biosprit

Berlin, 4. April 2008. Nachdem Bundesminister Siegmar Gabriel das „endgültige Aus“ für die als Biosprit-Verordnung titulierte Änderungsverordnung zur Kraftstoffqualitätsverordnung verkündet hat, kritisierte der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Manfred Nüssel, die unzureichende Informationspolitik des Umweltministers.
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