Landwirte beurteilen Zukunft kritischer
Während Ackerbauern und Milchviehhalter die aktuelle wirtschaftliche Situation noch als relativ günstig beurteilten, schätzten Schweinehalter ihre Lage überwiegend ungünstiger ein. Die Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung in den kommenden zwei bis drei Jahren falle erkennbar schlechter aus als zum Jahreswechsel. Das gelte durchgehend für Landwirte in allen Betriebsformen. Zwar erwarte die große Mehrheit der Milchviehhalter und Ackerbaubetriebe eine gleichbleibende wirtschaftliche Entwicklung. Inzwischen gebe es unter den Milchviehhaltern und den Gemischtbetrieben aber wieder mehr Pessimisten als Optimisten, die eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage erwarten.
Dagegen sei die Hoffnung unter den Betriebsleitern mit Schwerpunkt Schweinehaltung groß, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung in Kürze bessert. Die zuletzt recht hohe Investitionsneigung der Landwirte setzt sich offenbar fort, so der DBV, und zwar sowohl bei Wirtschaftsgebäuden, bei der Hoftechnik sowie bei Maschinen und Geräten. Wegen der teilweise längeren Lieferfristen der Hersteller verschiebe sich mitunter die Umsetzung der geplanten Investitionen. Bei außerlandwirtschaftlichen Investitionen bzw. erneuerbaren Energien hingegen seien die Landwirte etwas zurückhaltender.