Sonderschau Bioplastiks auf Interpack
Düsseldorf,30. April 2008. Die Interpack 2008 zeigt in der Sonderschau "Bioplastics in Packaging" eine Vielfalt von Biokunststoffen. Ein großer Teil der Exponate beruht auf Entwicklungen, die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) mit Forschungsmitteln unterstützt wurden. In den Produkten stecken Innovationen aus Rohstoffen wie Industriestärke, Cellulose, Zucker und pflanzliche Öle, die in der heimischen Landwirtschaft nachhaltig erzeugt wurden.
"Diese Leistungsschau der führenden Unternehmen der Biokunststoffbranche, die nicht nur Verpackungen, sondern auch viele andere Anwendungen von Biokunststoffen zeigt, ist zu Recht ein Höhepunkt dieser Messe", erklärte Gert Lindemann, Staatssekretär im BMELV mit Blick auf die Sonderschau. Sie demonstriere auch die den Produkten innewohnenden besonderen Eigenschaften, die zum Beispiel für bessere Frischhaltung von Lebensmitteln sorgten oder für spezielle Anwendungen eine schnelle biologische Abbaubarkeit gewährleisteten. Der Markt für solche Produkte stehe jedoch erst am Anfang, hier gebe es von Industrie, Lebensmittelhandel und Wissenschaft noch viel zu tun. Auch die Politik sei gefragt, denn es gehe darum, den ordnungsrechtlichen Rahmen so zu gestalten, dass den Biokunststoffen ihren Gebrauchswerteigenschaften und Rohstoffcharakter gemäß der Weg für wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Nutzungskaskaden geebnet werde. Die Bundesregierung sei dabei auf einem guten Weg. Lindemann begrüßte das hohe Engagement des Verbandes European Bioplastics für die Markteinführung der Biokunststoffe. Er hob auch die Initiative der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe hervor, die mit einem eigenen Messestand über Forschungsprojekte informierte und erstmals die vom BMELV geförderte Biopolymer-Datenbank präsentierte. Die Datenbank soll interessierten Verarbeitern den Einstieg in die Biokunststoff-Technologie erleichtern, indem sie anwendungsspezifische Material- und Kenndaten verfügbar mache.