Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2008 Ausgleichszahlungen bleiben notwendig

Ausgleichszahlungen bleiben notwendig

Brüssel, 19. Mai 2008. Die Bauern sind auf die Ausgleichszahlungen der EU-Agrarpolitik angewiesen, wenn sie weiterhin in der Lage sein sollen, weltweit die höchsten Standards der Lebensmittelsicherheit, des Umweltschutzes und des Tierschutzes zu erfüllen, im Wettbewerb zu bestehen und die Lebensmittelproduktion aufrecht zu erhalten.


www.bauernverband.de
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Darauf wies der Europäische Bauernverband COPA hin. Stellvertretend erklärte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, dass die Erfüllung der Standards hohe Kosten verursachen, die - ohne Ausgleich - bei dem harten Konkurrenzdruck auf den Weltagrarmärkten zu Wettbewerbsnachteilen führen würden. „Daher lehnen wir den Kommissionsvorschlag zur Modulation ab. Wir unterstützen aber die ländliche Entwicklung“, erklärte Sonnleitner.

Eine höhere Modulation könne auch nicht damit begründet werden, neue Herausforderungen wie Klimawandel, Bioenergie, biologische Vielfalt oder Wasserwirtschaft zu lösen. Dies seien zwar wichtige neue Herausforderungen, doch die Sicherung einer angemessenen Nahrungsmittelversorgung sei nach wie vor das dringendste Anliegen der Landwirtschaft. Für die neuen Herausforderungen müssten neue Prioritäten im Rahmen der anstehenden Überprüfung der Forschungs- und Entwicklungsprogramme im Jahre 2010 gesetzt werden. Beim Klimawandel und bei den Biokraftstoffen zweiter Generation liege die Priorität eindeutig bei der Forschung und nicht bei Maßnahmen zur Entwicklung des ländlichen Raumes, betonte Sonnleitner. Auch die aktuellen Entwicklungen der Lebensmittelpreise bestätigten den Bedarf an den Direktzahlungen. Im Vergleich zum langjährigen Abwärtstrend sei die Verbesserung der Preise bisher nur kurzfristig gewesen. Die Agrar- und Lebensmittelmärkte stünden mittlerweile mit Preissenkungen wie bei Weizen, Milch, Zucker wieder unter Druck. Es werde erwartet, dass der Nahrungsmittelpreisindex der FAO nach dem Aufwärtstrend in den vergangenen zwölf Monaten im April 2008 wieder gesunken ist.

 

Neuer Stichtag für Betriebsprämienregelung

Berlin, 25. April 2008. Für das Antragsverfahren auf Beihilfen im Rahmen der Betriebsprämienregelung gilt ein neuer Stichtag. Durch die im Juni 2007 verabschiedete Reform der Obst- und Gemüsemarktordnung sind ab dem Jahr 2008 unter anderem auch die bisher nicht beihilfefähigen Dauerkulturen bei Obst und Gemüse sowie die Rebschul- und Baumschulflächen beihilfefähige Flächen im Rahmen der Betriebsprämienregelung.
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