Getreideernte wird um 15 % steigen
Berlin, 4. Juni 2008. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) geht davon aus, dass die deutlich erkennbaren Trockenschäden in den nordöstlichen Bundesländern durch bessere Ertragsaussichten in den südwestlichen Regionen kompensiert werden. Im Vergleich zum witterungsbedingt sehr viel ungünstigeren Vorjahr erwartet der DRV in Deutschland immer noch knapp 9 % höhere Getreide-Durchschnittserträge.
In seiner aktuellen Schätzung geht der Verband von einer um rund 100.000 ha gestiegenen Getreidefläche aus. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Ausdehnung von knapp 7 % auf 6,97 Mio. ha. Die Getreideernte wird vom DRV derzeit auf 46,6 Mio. t veranschlagt, gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs um knapp 6 Mio. t. bzw. 15 %.
Auch bei Ölsaaten erwartet der Raiffeisenverband eine regional sehr unterschiedliche Ertragsentwicklung. Der bundesweite Durchschnittsertrag wurde gegenüber dem Vormonat um 0,1 t auf 3,6 t /ha reduziert. Dies wären je Hektar Anbaufläche aber immer noch knapp 200 kg oder 6 % mehr als 2007. Die Rapsfläche wurde insgesamt um 8,7 % oder knapp 120.000 ha auf 1,4 Mio. ha eingeschränkt. Mit der vom DRV erwarteten Rapsernte von 5,09 Mio. t wird das Vorjahresergebnis von 5,3 Mio. t um 4 % verfehlt. Aufgrund globaler Einflüsse und vor dem Hintergrund einer EU- und weltweit deutlich höheren Getreide- und Ölsaatenernte erwartet der DRV zur Ernte 2008 zunehmende Preisschwankungen.