Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2008 Geringer Einfluss der Biokraftstoffe auf Lebensmittelpreise

Geringer Einfluss der Biokraftstoffe auf Lebensmittelpreise

Berlin, 28.07.2008. Obwohl die Nachfrage durch Biokraftstoffhersteller unverändert blieb, kostet derzeit eine Tonne Weizen rund 40 % weniger als noch im Februar. Beim Raps ist die Preisentwicklung ähnlich. Für den Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) zeigt die Entwicklung am Getreide- und Ölsaatenmarkt den geringen Einfluss von Biokraftstoffen auf Lebensmittelpreise


Rapsernte
Rapsernte

Für Johannes Lackmann, VDB-Geschäftsführer, werden damit die für ihn einseitigen und irritierenden Veröffentlichungen der vergangenen Wochen widerlegt, in denen Biokraftstoffe für vormalige Preissteigerungen bei Agrarprodukten verantwortlich gemacht wurden. Sinkende Preise seien für den Ölmarkt ausgeschlossen, so Lackmann weiter. „Der Ölpreis wird in den kommenden Jahren explodieren, weil die Ressourcen zu Ende gehen. Dagegen kann die Agrarerzeugung bei nachhaltiger Bewirtschaftung ausgedehnt und die Preise können auf ein vernünftiges Niveau zurückgeführt werden“. Damit werde ausreichend Biomasse für den Teller und für den Tank produziert.

 

Biokraftstoffe kein Sündenbock für hohe Getreidepreise

Berlin, 15. Mai 2008. Der Verband der deutschen Bioethanolwirtschaft (LAB) begrüßt die klaren Worte von EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel zum Thema Biokraftstoffe. Diese hatte unterstrichen, dass Biokraftstoffe viel zu wertvoll seien, um als Sündenbock für hohe Getreidepreise abgestempelt zu werden. Diejenigen, die dies dennoch täten, übersähen, dass nicht Bioethanol, sondern der anziehende Fleischverbrauch in China und Indien zu einer Zunahme der Getreidenachfrage geführt habe.

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