Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2008 Günstigere Ökobilanz für Bioethanol

Günstigere Ökobilanz für Bioethanol

Heidelberg, 26.08.2008. Mit Bioethanol aus Getreide und Zuckerrüben wird ein weitaus größerer Klimaeffekt erzielt als bislang gedacht. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Energie- und Umweltforschung (Ifeu) in der jüngsten Studie „Bioenergie aus Getreide und Zuckerrübe: Energie- und Treibhausgasbilanzen“. Danach können zwischen 25 und 33 t CO2-Äquivalent je Hektar und Jahr eingespart werden. Das entspricht dem vierfachen der bislang gewerteten Menge.


Bioenergie-Pyramide
Bioenergie-Pyramide

Die Klimabilanz fällt vor allem deshalb deutlich besser aus, weil die Forscher die bei der Ethanolproduktion anfallenden Futtermittel und deren Flächeneffekt einbezogen haben. So werden von 1 ha Weizen nicht nur 2.700 l Bioethanol, sondern auch 2.700 kg Futtermittel gewonnen. Diese können rund 1,3 ha Sojabohnen ersetzen, deren Schrot erst nach Europa verschifft werden müsste. Das Ifeu schränkt allerdings ein, dass weitere Umweltwirkungen wie Versauerung oder Nährstoffeitrag nicht berücksichtigt seien. Im Rahmen einer gesamtökologischen Bewertung müssten diese Parameter zusätzlich untersucht werden.

 

Deutsche Bauern sind Europameister bei Bioenergie

Berlin, 01.07.2008. Die Landwirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag zum Ausbau der Bioenergie und damit zum Klimaschutz sowie zur Verringerung der Abhängigkeit von Energieimporten. Allerdings müsse klar sein, dass die Produktion von Lebens- und Futtermitteln weiterhin die Hauptaufgabe der Landwirtschaft bleibe.

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