Kartoffelernte 2008 mit guten Erträgen
Berlin, 25. September 2008. Der Bund/Länder-Sachverständigenausschuss für die besondere Ernte- und Qualitätsermittlung rechnet für die Kartoffelernte 2008 mit insgesamt 11,26 Mio. t und damit 3,3 % weniger als im Vorjahr (11,64 Mio. t). Ursachen hierfür seien gute Hektarerträge bei eingeschränkten Anbauflächen. Der langjährige Durchschnitt von 11,23 Mio. t werde leicht überschritten werden (+ 0,3 %).
Von der Gesamternte entfallen rund 462 000 t auf Frühkartoffeln, 10,1 % weniger als 2007. Bei den mittelfrühen und späten Sorten sank die Erzeugung gegenüber dem Vorjahr um 3,0 Prozent auf 10,80 Mio. t. Aufgrund der günstigen Witterungsbedingungen sei die Qualität in diesem Jahr besser als im letzten Vorjahr. Für Kartoffeln insgesamt erzielten die Landwirte einen durchschnittlichen Hektarertrag von 432 dt, der damit um 2,0 % über dem Vorjahresniveau lag. Das langjähige Mittel wurde damit um 8,6 Prozent überschritten. Die regionalen Erntemengen reichen von 294 dt/Hektar in Brandenburg bis 510 dt/Hektar in Nordrhein-Westfalen.
Gegenüber 2007 sind die Erträge in Nordrhein-Westfalen (+ 13,1 %), Niedersachsen (+ 5,2 %) und Schleswig-Holstein (+ 2,4 %) gestiegen. Kräftige Ertragseinbußen gab es in Sachsen, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen (- 9,6 % bis - 18,8 %). In Niedersachsen, dem Hauptanbauland, wurden 457 dt/Hektar geerntet. Das langjährige Mittel wurde bis auf Brandenburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen in allen übrigen Ländern zum Teil deutlich übertroffen. Bei Frühkartoffeln (316 dt/Hektar) sanken die Erträge bundesweit gegenüber 2007 um 2,4 %, dagegen stiegen sie bei mittelfrühen und späten Kartoffeln (439 dt/Hektar) um 2,2 %.