Nachwachsende Rohstoffe auf 2 Mio. Hektar
Berlin, 13. Oktober 2008. Die Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe lag 2008 nach Schätzungen der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) bei rund 2 Mio. Hektar. Damit stabilisierte sich die Produktion von Ackerkulturen für energetische und stoffliche Zwecke in der deutschen Landwirtschaft auf hohem Niveau. Knapp 17 % der hiesigen Ackerfläche nutzten die Landwirte zur Erzeugung von Energie- und Rohstoffpflanzen.
Erstmals seit 2003 sei die Anbaufläche jedoch nicht weiter gewachsen, so die FNR. Geschuldet sei dies der Entwicklung auf den Weltagrarmärkten sowie einem Rückgang bei der inländischen Produktion von Biokraftstoffen. Im Vergleich zum Vorjahr habe vor allem die Anbaufläche des Biodiesel-Rohstoffs Raps um 120.000 Hektar abgenommen. Die Ursache dafür sieht die Fachagentur im Rückgang der inländischen Biokraftstoffproduktion bei gleichzeitig stärkerem Import von Pflanzenölen und Biokraftstoffen. Der Anbau von Energiepflanzen für Biogasanlagen legte nach Schätzung der FNR um rund 100.000 Hektar zu, um den Bedarf insbesondere der neu in Betrieb gegangenen größeren Anlagen zu decken. Bei allen anderen Kulturen habe es nur kleine Veränderungen gegeben.
Die sprunghaft gestiegenen Preise von Agrarrohstoffen für den Nahrungsmittelsektor sind nach Meinung der FNR Hauptursache dafür, dass sich die Zuwächse der vergangenen Jahre 2008 nicht fortsetzten. Ungeachtet dessen sei mittelfristig von einer weiteren deutlichen Ausdehnung des Anbaus nachwachsender Rohstoffe zur industriellen und energetischen Verwertung in Deutschland auszugehen.