Flächenausdehnung von Winterraps
Berlin, 13. November 2008. Auch zur Ernte 2009 hat der Winterrapsanbau bei den deutschen Landwirten seinen sehr hohen Stellenwert im Ackerbau behauptet. Das berichtet die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP). Allerdings bleibe die prognostizierte leichte Flächenausdehnung um rund 56.000 Hektar bundesweit sowohl hinter den Erwartungen als auch dem Anbaupotenzial für Winterraps in Deutschland zurück. Auf Grundlage einer aktuellen Befragung schätzt UFOP die Winterrapsanbaufläche zur Ernte 2009 auf rund 1,421 Mio. Hektar. Damit ergibt sich gegenüber der Ernte 2008 eine Steigerung der Anbaufläche für Winterraps von bundesweit 4,1 %. Der Rapsanbau liegt zur Ernte 2009 etwas über dem Flächenniveau zur Ernte 2006, bleibe jedoch auch über 100.000 Hektar hinter der Anbaufläche zur Ernte 2007 zurück.
Als Ursache für die nur verhaltene Ausdehnung des Winterrapsanbaus zur Ernte 2009 sieht UFOP in erster Linie eine Verunsicherung der Ölsaatenerzeuger. Die Diskussionen über eine starke Kürzung der Biokraftstoffquoten sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Reinkraftstoffe Biodiesel und Rapsölkraftstoff im Zuge der steigenden Besteuerung hätten offensichtlich zu einer Situation in der Landwirtschaft geführt, die sich zur Ernte 2009 in nicht realisiertem Anbaupotenzial für Winterraps niederschlage.
Bei den Anbauflächen der einzelnen Bundesländer führt Mecklenburg-Vorpommern mit 231.000 Hektar nach wie vor deutlich vor Bayern mit 172.000 Hektar und Sachsen-Anhalt mit 165.000 Hektar Winterrapsanbau. Es folgen Sachsen mit 129.000 Hektar, Brandenburg mit 126.000 Hektar, Thüringen mit 124.000 Hektar, Niedersachsen mit 122.000 Hektar und Schleswig-Holstein mit 104.000 Hektar. Die Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinlandpfalz/Saarland folgen mit deutlich unter 100.000 Hektar Winterraps.