Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2008 Richtlinie zur Förderung erneuerbarer Energie

Richtlinie zur Förderung erneuerbarer Energie

Berlin, 20. November 2008. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) begrüßt die Pläne der EU-Kommission, mit einer Richtlinie die Rahmenbedingungen für die Förderung erneuerbarer Energien für alle Mitgliedsstaaten verbindlich zu regeln.

Hier wächst Bio-Diesel
Hier wächst Bio-Diesel

Jedoch bestehe Korrekturbedarf bei der Festsetzung der so genannten Default-Werte und hinsichtlich der Systemgrenzen als Voraussetzung für einen fairen internationalen Wettbewerb. Als Voraussetzung für den Marktzugang sieht UFOP die Berücksichtigung bestimmter verpflichtender Mindestanforderungen für Arbeitsrecht, Sozialrecht, Umweltschutzauflagen und Eigentumsrecht. Auch diese Faktoren bestimmten maßgeblich den fairen Wettbewerb in globalisierten Märkten.

Mit den Mengenzielen für Biokraftstoffe auf EU- und nationaler Ebene würden gleichzeitig Signale für die Öffnung der Rohstoffmärkte gesetzt, so UFOP. Hierauf stellten sich nicht nur die traditionellen Agrarexportländer, sondern auch viele Entwicklungsländer neu ein. Dieser Erwartung müsste jedoch durch geeignete und international anerkannte Kriterien für eine umweltverträgliche und nachhaltig ausgerichtete Biomasseproduktion Rechnung getragen werden. UFOP ist der Überzeugung, dass die öffentliche und politische Akzeptanz und folglich die zukünftige Ausgestaltung der förderrechtlichen Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe davon abhängen werden. Das abgelaufene Wirtschaftsjahr mache deutlich, dass der Wettlauf um den Rohstoff auf Grund der höheren Wertschöpfung immer zu Gunsten der Nahrungsmittelverwendung ausgehen werde. Die Verantwortung für die Nahrungsmittelversorgung habe für die Landwirtschaft Vorrang. Angesichts der klima- und der versorgungspolitischen Bedeutung von Biokraftstoffen hält UFOP verbindliche Mengenvorgaben für unabdingbar für einen Gleichklang der Marktentwicklung in den jeweiligen Mitgliedsstaaten. Deshalb werde der von der EU-Kommission vorgeschlagene Mengenanteil von 10% Biokraftstoffen für das Jahr 2020 ausdrücklich begrüßt. Es gebe im Transportsektor bisher keine Alternativen, die innerhalb der gestellten Fristsetzung einen nennenswerten Mengenbeitrag zu den Klimaschutzverpflichtungen leisten könnten. Dabei seien Biokraftstoffe der 1. Generation vorläufig das Fundament für die weitere Technologieentwicklung. Die UFOP hält es für dringend erforderlich, durch weitere Effizienzsteigerungen in der Motortechnik, im Rohstoffanbau und in der Biokraftstoffherstellung den Beitrag von Biokraftstoffen zum Klimaschutz und zur Reduzierung der Importabhängigkeit zu optimieren.

 

Flächenausdehnung von Winterraps

Berlin, 13. November 2008. Auch zur Ernte 2009 hat der Winterrapsanbau bei den deutschen Landwirten seinen sehr hohen Stellenwert im Ackerbau behauptet. Das berichtet die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP). Allerdings bleibe die prognostizierte leichte Flächenausdehnung um rund 56.000 Hektar bundesweit sowohl hinter den Erwartungen als auch dem Anbaupotenzial für Winterraps in Deutschland zurück. Auf Grundlage einer aktuellen Befragung schätzt UFOP die Winterrapsanbaufläche zur Ernte 2009 auf rund 1,421 Mio. Hektar. Damit ergibt sich gegenüber der Ernte 2008 eine Steigerung der Anbaufläche für Winterraps von bundesweit 4,1 %. Der Rapsanbau liegt zur Ernte 2009 etwas über dem Flächenniveau zur Ernte 2006, bleibe jedoch auch über 100.000 Hektar hinter der Anbaufläche zur Ernte 2007 zurück.

mehr