Agrar- uns Ernährungswirtschaft besorgt über EU-Pflanzenschutzpolitik
Die Qualität der Lebensmittel und die Ernteerträge würden damit sinken und Grundnahrungsmittel teurer werden, erklärten 24 Verbände der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie der Grünpflege in einer Resolution an die deutschen Abgeordneten des Europäischen Parlaments. Sie sprechen sich dafür aus, mit Hilfe einer wissenschaftlich basierten EU-Pflanzenschutzpolitik die Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln nachhaltig in Europa zu sichern.
Weltweit steige die Nachfrage nach Lebensmitteln und nach nachwachsenden Rohstoffen. Da die Ackerfläche begrenzt sei, könne dieser wachsende Bedarf nur durch höhere Erträge gedeckt werden. Der chemische Pflanzenschutz leiste dazu einen wichtigen Beitrag. Für seinen verantwortungsbewussten und sicheren Einsatz würden alle Glieder der Nahrungsmittelkette eng zusammenarbeiten. Das Europäische Parlament trage mit der Gestaltung der zukünftigen Pflanzenschutzpolitik eine hohe Verantwortung. Seine Entscheidungen seien ausschlaggebend dafür, „ob eine leistungsfähige und nachhaltige Agrarproduktion in Europa eine Zukunft hat und die Versorgung der Bürger mit hochwertigen Lebensmitteln gesichert bleibt“, heißt es in der Resolution an die Parlamentarier. Mit pauschalen Mengenreduktionen bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln werde nicht mehr Verbraucher- und Umweltschutz erreicht.