Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2009 Welternährung und Energie als große Herausforderungen

Welternährung und Energie als große Herausforderungen

Berlin, 8. Januar 2009. Die Märkte geben gegenwärtig für die mittel- und langfristigen Entwicklungen die falschen Signale. Davon geht der Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), Carl-Albrecht Bartmer, aus und fordert Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf, angesichts der akuten Finanz- und Wirtschaftskrise das Thema Welternährung mit seinen geopolitischen Konsequenzen nicht zu vernachlässigen. Bartmer schätzt die Voraussetzungen für die nächste globale Ernte nach der einzigartigen Jahrhunderternte 2008 als "deutlich schlechter“ ein. Welternährung und Energie bleiben für ihn die größte Herausforderung der Weltgemeinschaft in den nächsten Jahren.

Schlepper bei Feldarbeit
Schlepper bei Feldarbeit

Die Befriedigung der steigenden Ansprüche einer wachsenden und energiehungrigen Bevölkerung auf dem knappsten aller Faktoren, der fruchtbaren landwirtschaftlichen Nutzfläche an allen Standorten, sei die größte Herausforderung. Dazu bedürfe es nachhaltiger Produktivitätssteigerungen und das gerade auch auf einem der wichtigsten agrarischen Gunststandorte in Europa und Deutschland.

Das Agrarjahr 2007/2008 bezeichnete Bartmer als "Zeigerjahr“. Es hätte deutlich gemacht, wie scharf Märkte auf nicht ausreichende Lebensmittelangebote mit Preisexplosionen reagieren. Es sei eine Illusion zu glauben, mit ad-hoc-Maßnahmen könne man im Fall der Fälle versäumte Anpassungen nachholen. Es werde dringend ein Masterplan für die nächsten zehn Jahre gebraucht, so Bartmer weiter, an dem sich die Agrarbranche orientieren und an dem sich die gesellschaftlichen, politischen und unternehmerischen Rahmenbedingungen ausrichten sollten.

 

Koexistenz von Teller und Tank

Berlin, 1. Dezember 2008. „Bis vor einem Jahr galt die Produktion nachwachsender Rohstoffe in der Landwirtschaft noch als probates Mittel zum Klimaschutz und der Versorgungssicherheit bei Energie- und Kraftstoffen. Dagegen muss man heute den Eindruck gewinnen, dass Biokraftstoffe Schuld sind am Hunger in der Welt.
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