Agrarstandort Deutschland mit guten Zukunftsperspektiven
Diese seien mehr als nur Fortschritt im technischen Sinn und mehr als die Gewinnchance einzelner Unternehmen. Innovationsfähigkeit ist seiner Meinung nach eine gesellschaftliche Grundeinstellung, die ihren Ausdruck im Mut zur Veränderung findet.
Deutschland als Gunststandort werde auch 2020 erfolgreichen Ackerbau ermöglichen. Als besondere Stärken wurde auf die gut ausgebildeten jungen Unternehmer vor Ort verwiesen, die zuverlässigen und sesshaften Fachkräften, die Marktnähe, gut versorgte Ackerböden und eine hohe Dienstleistungsdichte. Zudem herrsche große Rechtssicherheit und eine gute Infrastruktur in allen Bereichen vor. Unternehmergeführte, auf Eigentum und Pacht basierende Familienbetriebe seien besonders wettbewerbsfähig. Die bekannten Schwächen, die Deutschland im Wettbewerb schlechter stelle, seien ungünstige Strukturen durch geringe Schlaggrößen, hohe Löhne und hohe Flächenkosten. Für den Weizenanbau gebe es nirgends sonst so gute klimatische Bedingungen wie in Deutschland und den benachbarten Regionen. Die technischen und wissenschaftlichen Fortschritte würden hier sehr viel schneller greifen als in fernen abgelegenen Ländern. Deshalb sei es wichtig, den Standort Deutschland neben einem modernen Produktionsstandort schon heute auch als Forschungs- und Entwicklungsstandort für die weltweite Landwirtschaft zu begreifen, der Innovationen in Technik und Organisation exportieren könne. Die Welt brauche weitere Ressourcen schonende Produktivitätssteigerungen in der Landwirtschaft, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.