Agrardiesel europaweit angleichen
Wie Born hervorhob, würden außerdem die Bauern derzeit den Druck bei den Erzeugerpreisen spüren. Der Höhenflug von 2007 und Anfang 2008 sei vorbei, derzeit bewegten sich die Preise auf einem erheblich abgesenkten Niveau. Daher trübe sich die wirtschaftliche Lage in den Betrieben nach einem wirklich guten Wirtschaftsjahr 2007/2008 wieder ein. Dies sei zwar nicht in allen Märkten und Produktbereichen so. „Aber die Vorzeichen sind eindeutig negativ“, zeigte Born auf. Deshalb ist es seiner Ansicht nach so wichtig, in der Politik jetzt ein Gefühl dafür zu entwickeln, dass nicht nur der Banken- und Automobilindustrie geholfen werde, sondern auch dem Mittelstand und besonders der Landwirtschaft. „Es kann nicht sein, dass wir uns auf einem offenen europäischen Binnenmarkt mit Konkurrenten messen lassen müssen, die den Liter Diesel mit null oder fünf oder maximal neun Cent versteuern müssen, während es bei uns weit über 40 Cent sind“, kritisierte Born und forderte, dass dies jetzt korrigiert wird. Wenn sich die Betriebe durch die EU-Agrarpolitik auf den schwankenden Weltmärkten behaupten müssen, sollte ihnen steuerlich die Möglichkeit eingeräumt werden, in der Bilanz eine Risikoausgleichsrücklage zu verankern, so Dr. Born.