Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2009 Agrardiesel europaweit angleichen

Agrardiesel europaweit angleichen

Bad Salzungen, 28.01.2009. „Die Landwirtschaft und die Ernährungswirtschaft sind in unserer Wirtschaft gegenwärtig so etwas wie der ruhende und stabile Pol.“ Dies betonte Dr. Helmut Born, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV). In der Agrarwirtschaft gebe es zwar bisher keine massiven Einbrüche. Indirekt sei die Land- und Ernährungswirtschaft von der Finanz- und Wirtschaftskrise jedoch ebenfalls stark betroffen. So lasse die allgemeine Verunsicherung die Verbraucher immer häufiger zum niedrigpreisigen Discounter wandern, während die qualitätsorientierten Einzelhändler und Vollsortimenter das Nachsehen hätten.

www.bauernverband.de
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Wie Born hervorhob, würden außerdem die Bauern derzeit den Druck bei den Erzeugerpreisen spüren. Der Höhenflug von 2007 und Anfang 2008 sei vorbei, derzeit bewegten sich die Preise auf einem erheblich abgesenkten Niveau. Daher trübe sich die wirtschaftliche Lage in den Betrieben nach einem wirklich guten Wirtschaftsjahr 2007/2008 wieder ein. Dies sei zwar nicht in allen Märkten und Produktbereichen so. „Aber die Vorzeichen sind eindeutig negativ“, zeigte Born auf. Deshalb ist es seiner Ansicht nach so wichtig, in der Politik jetzt ein Gefühl dafür zu entwickeln, dass nicht nur der Banken- und Automobilindustrie geholfen werde, sondern auch dem Mittelstand und besonders der Landwirtschaft. „Es kann nicht sein, dass wir uns auf einem offenen europäischen Binnenmarkt mit Konkurrenten messen lassen müssen, die den Liter Diesel mit null oder fünf oder maximal neun Cent versteuern müssen, während es bei uns weit über 40 Cent sind“, kritisierte Born und forderte, dass dies jetzt korrigiert wird. Wenn sich die Betriebe durch die EU-Agrarpolitik auf den schwankenden Weltmärkten behaupten müssen, sollte ihnen steuerlich die Möglichkeit eingeräumt werden, in der Bilanz eine Risikoausgleichsrücklage zu verankern, so Dr. Born.

 

Einkünfte der Landwirte gesunken

Berlin, 8. Januar 2009. Für die deutschen Landwirte war 2008 ein durchwachsenes Jahr. Darauf verwies der Präsident des Deutschen Bauernverband (DBV), Gerd Sonnleitner, bei der Vorstellung des Situationsberichtes 2009. Bei Milch, Getreide und Raps sei der preisliche Höhenflug der zweiten Jahreshälfte 2007 und des Frühjahrs 2008 in einen heftigen Sinkflug übergegangen. „Wir bewegen uns bei diesen Produkten mittlerweile wieder auf dem Erzeugerpreisniveau von Anfang dieses Jahrzehnts“, erklärte Sonnleitner. Eine etwas stabilere Entwicklung gäbe es bei Vieh und Fleisch, bei Wein und den wichtigsten Sonderkulturen im Obst- und Gemüsebau.
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