Landwirtschaftsministerium fördert Zucht widerstandsfähiger Bienen
Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen gemeinsam mit dem Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf e.V. und der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau durchgeführt. Die Arbeitsgemeinschaft Toleranzzucht e. V. beteiligt sich als Praxispartner. Bienenzüchter sollen in die Lage versetzt werden, weitgehend auf Behandlungsmittel verzichten zu können. Aus den Bienenvölkern sollen besonders widerstandsfähige Tiere ausgewählt und gezielt verbreitet werden. Die Verbreitung dieser robusten Bienen soll zur Sicherung des Bestandes beitragen.
Über die Arbeitsgemeinschaft Toleranzzucht e.V. werden rund 120 Imkerbetriebe in das Projekt eingebunden. "Durch die enge Zusammenarbeit mit den Imkern können vorhandene Praxisstrukturen genutzt werden. Nur so ist eine erfolgreiche Durchführung des Projektes möglich und eine nachhaltige Anwendung in der Praxis zu verwirklichen", betonte Aigner. In den letzten Jahren war es immer wieder zu außergewöhnlichen Verlusten ganzer Bienenvölker gekommen. Mit der Förderung setzt Aigner das Engagement des Bundeslandwirtschaftsministeriums zur Bekämpfung der Bienenkrankheiten fort. Allein im Jahr 2008 wurden vom Ministerium 2 Mio. Euro Fördermittel für Forschungsprojekte zur Verbesserung der Bienengesundheit bewilligt.