Steuerpolitik zwingt Biodieseltankstellen zur Aufgabe
Das berichtet die Die Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel (AGQM). Das sei nun jedoch vorbei. Wie eine Umfrage der AGQM bei ihren 437 Lizenznehmern ergeben hat, hätten lediglich 88 Unternehmen noch Interesse am Biodieselverkauf. Von den 1.200 Tankstellen der Lizenznehmer blieben demnach lediglich ca. 250 Stationen übrig. Verantwortlich für diese Negativentwicklung sei die aus Sicht der AGQM und anderer Branchenverbände unverhältnismäßig hohe Besteuerung von Biodiesel.
Als Konsequenz aus dem dramatischen Rückgang der Tankstellenzahl und des Absatzes an den verbliebenen Tankstellen hat der Vorstand der AGQM deshalb beschlossen, die Qualitätssicherung auf der Stufe der Biodieseltankstellen einzustellen. Beibehalten werde jedoch das Qualitätsmanagement auf der Ebene der in der Arbeitsgemeinschaft zusammen geschlossenen Biodieselhersteller und -händler, die Biodiesel für die obligatorische Beimischung zu konventionellem Diesel und für Großabnehmer liefern. Um den Absatz als Reinkraftstoff dauerhaft zu ermöglichen, fordert die AGQM vom Gesetzgeber geeignete Rahmenbedingungen, damit eine dauerhafte Konkurrenzfähigkeit zu mineralischem Diesel ermöglicht werde.