Prognose zur deutschen Getreideernte
Das bedeutet, dass die Ernte knapp 6 % unter dem Niveau des Vorjahres liegen würde, auch wenn die Anbaufläche der Wintergetreidearten gesteigert wurde. Ein Grund hierfür seien niedrigere Hektarerträge, da wegen der hohen Kosten für Düngemittel und Pflanzenschutz vielfach mit geringerer Intensität gearbeitet werde, so der Verband.
Deutschlandweit zeigten sich die Bestände auf den Äckern zurzeit in einer recht guten Verfassung. Es habe zwar deutlich niedrigere Temperaturen in diesem Winter im Vergleich zu den Vorjahren gegeben, die Schneedecke konnte jedoch größtenteils Auswinterungsschäden verhindern. Allerdings verzögerte die anhaltend feuchte Witterung die Feldbestellung. Nasse Ackerböden führten dazu, dass die Landwirte zum Teil verspätet die ersten Düngerabgaben ausbringen können. Deshalb schätzt der DBV, dass der Hektarertrag bei Getreide im Vergleich zu den Spitzenerträgen des Vorjahres um ca. 4,5 % sinken werde. Die Wintergetreidearten wurden in Deutschland insgesamt auf einer Ackerfläche von 5,8 Mio. Hektar (+1,6 %) ausgesät. Der Winterrapsanbau in Deutschland erreicht zur kommenden Ernte 2009 eine Anbaufläche von 1,46 Mio. Hektar (+7 %). Im Hinblick auf die Sommergerste bleibe abzuwarten inwieweit die feuchtkalten Böden eine Aussaat verspäten. Verzögert sich der Aussaattermin weiterhin, könnte dies negative Auswirkungen auf die erwarteten Erträge und das Sommergerstenangebot der neuen Ernte haben. Zudem sei mit einer Einschränkung bei der Aussaatfläche des Sommergetreides zu rechnen, da ca. 200.000 Hektar mehr Winterkulturen ausgesät wurden, erklärte der DBV.