Schwachstellen bei Biogasanlagen
Denn Störungen im Betriebsablauf verursachen Kosten und mindern Erlöse. Für Landwirte, die in eine Biogasanlage investieren wollen oder bereits betreiben, sind daher unabhängige Informationen über mögliche Schwachstellen notwendig.
Die wichtigsten technischen und prozessführenden Schwachstellen hat das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) zwischen 2005 und 2008 bei 31 landwirtschaftlichen Biogasanlagen analysiert. Aus der jetzt vorliegenden Zusammenfassung der Schwachstellenanalyse geht hervor, dass die meisten Probleme die Blockheizkraftwerke, den Feststoffeintrag, die Pumpen, die Rohrleitungen, die Schieber und die Rührwerke betreffen. Spitzenreiter bei der Schadensanfälligkeit war in der Vergangenheit das Blockheizkraftwerk. Die an den 31 Anlagen insgesamt installierten 52 Heizwerke waren allein für 45 % aller dokumentierten Abweichungen vom Regelbetrieb verantwortlich. An 12 Biogasanlagen traten außerdem Probleme im „Biogasprozess“ auf. Insgesamt wurden in diesem Bereich 54 Problemfälle erfasst, die oftmals die Bildung von Schwimmschichten und Schaumbildung in Gärraum betrafen.